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Bürgermeisterin Annette Bürkner hört auf: Nürtingen sucht Nachfolger

Die Amtsinhaberin kandidiert nicht mehr. Der Gemeinderat beschloss die Bildung eines Ausschusses zur Vorbereitung der Neuwahl im kommenden Frühjahr.

Nürtingens Bürgermeisterin und Erste Beigeordnete, Annette Bürkner, kandidiert nicht mehr für das Amt. Foto: NZ-Archiv

NÜRTINGEN. Nürtingens Erste Beigeordnete und Bürgermeisterin Annette Bürkner hört auf. Das wurde am Dienstag bei der Gemeinderatssitzung bekannt. Auf Nachfrage zu ihren Beweggründen nannte Bürkner an diesem Mittwoch persönliche Gründe für ihre Entscheidung.

Annette Bürkner kam 2014 nach Nürtingen und übernahm die Leitung des Amtes für Bildung, Soziales und Familie. Zuvor war die Diplomverwaltungswirtin in Filderstadt, wo sie aufgewachsen ist, und danach in Friedrichshafen jeweils als Amtsleiterin in etwa mit denselben Themen befasst. Am 1. Juni 2018 wählte der Gemeinderat Bürkner dann zur Ersten Beigeordneten, was ihr Themengebiet noch um einiges erweiterte.

Herausfordernde Zeiten gemeistert

Ihre achtjährige Amtsperiode endet im Mai kommenden Jahres, dann ist Bürkner 64 Jahre alt. Warum sie nicht mehr kandidiere, habe vor allem damit zu tun, dass ihre hochbetagten Eltern zunehmend auf Hilfe angewiesen seien. Dafür wolle sie sich die notwendige Zeit nehmen, zumal das Amt der Bürgermeisterin keine 40-Stunden-Woche kenne. Gerade auch die letzten Jahre seien sehr herausfordernd gewesen, sagt sie mit Blick auf die Corona-Krise, den Fachkräftemangel bei der Kinderbetreuung und die Anschlussunterbringung für Geflüchtete sowie die Unterbringung von obdachlosen Menschen. „Das erfordert 100 Prozent und manchmal mehr an Kraft“, so Bürkner, die gleichzeitig betont: „Mir haben die Aufgaben immer Freude bereitet.“

Noch bis Mitte Mai wird Annette Bürkner im Amt sein und dann – einschließlich der Ausbildung – nach 45 Jahren Arbeit in der öffentlichen Verwaltung in Pension gehen. Die Wahl einer Nachfolgerin oder eines Nachfolgers kann frühestens drei Monate vor Ende der offiziellen Amtszeit erfolgen. Der Gemeinderat beschloss die Bildung eines Ausschusses zur Vorbereitung der Wahl und zur Suche von geeigneten Interessenten.

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