Landkreis Esslingen
So hilft man Obdachlosen im Kreis Esslingen im Winter richtig
Das Sozialministerium gibt Tipps für den Notfall bei Kälte.
LANDKREIS ESSLINGEN. Bundesweit waren im Januar 439.465 Personen wohnungslos, davon 92.675 in Baden-Württemberg. In dieser Statistik sind allerdings nur diejenigen erfasst, die in Einrichtungen der Wohnungsnotfallhilfe und in kommunalen Notunterkünften untergebracht sind.
Bei den frostigen Temperaturen in den Wintermonaten sind obdachlose Menschen, die auf der Straße übernachten, besonderen gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt. Der Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) bietet auf seiner Webseite Infomaterial in Form von Plakaten und Infokarten für Kommunen und Einrichtungen an.
Notruf absetzen, wenn jemand in Gefahr ist
Darauf finden alle Hinweise, wohin sie sich wenden können, wenn in der kalten Jahreszeit Hilfe benötigt wird. Die richtigen Anlaufstellen sind die Stadt- oder Gemeindeverwaltung, die nächste Polizeidienststelle und bei akuter Lebensgefahr der Notruf.
An vielen Orten im Land halten Kommunen und karitative Organisationen Aufwärmstuben und Nachtquartiere für wohnungslose Menschen bereit. „Bei hilflosen und akut gefährdeten Menschen rufen Sie bitte den Rettungsdienst unter 112 an“, so Sozialminister Manfred Lucha.
Er macht auf die digitale Broschüre auf der Webseite des KVJS aufmerksam, die Fachleute von Kommunen und Einrichtungen über Hilfsangebote für Wohnungslose informiert. Diese erläutert die rechtliche Situation und die Zuständigkeiten in Baden-Württemberg und gibt vor allem Anleitung und Hilfe für die Praxis. Die kommunalen Landesverbände, der Kommunalverband für Jugend und Soziales und die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg haben die Broschüre gemeinsam erarbeitet.