NTZ+ Logo Nürtingen

Innovation Lab Nürtingen: Hilfe für Obdachlose bringt den Sieg

Bei dem Wettbewerb hat sich eine App-Idee durchgesetzt, mit der wohnungslosen Menschen geholfen werden soll.

Die Teilnehmer des Pitching Events Innovation Lab. Darunter das Siegerteam „Die helfenden Elfen“ mit Vivien Schöllkopf (Zweite von links), Carsten Reusch (Fünfter von links) und Emilia Novak (Vierte von rechts). Foto: Rudi Fritz

NÜRTINGEN. „Es war nicht leicht, einen Sieger zu finden“, sagte Jury-Mitglied Markus Kleber. Er und seine sieben Kollegen entschieden sich bei der vierten Auflage des „Innovation Lab“ letztendlich für die Idee des dreiköpfigen Teams von „Die helfenden Elfen“. Vivien Schöllkopf, Emilija Novak und Carsten Reusch überzeugten mit ihrer Geschäftsidee eines Online-Marktplatzes, um Obdachlosen zu helfen. Bereits zum vierten Mal organisierte das Netzwerk Baden-Württemberg (bwcon) vier kostenlose Workshops, um Geschäftsideen unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit zum Thema „Zukunft nachhaltig gestalten“ zu erarbeiten. „Das Format hat bei den Teilnehmern Anklang gefunden und die Workshops haben Spaß gemacht“, eröffnete Anne Dröge, Geschäftsführerin des Regionalbüros Nürtingen-Kirchheim von bwcon, den Pitching Event Innovation Lab am Donnerstagabend in den Räumen der HfWU in der Hechinger Straße. „Jedes Team hatte eine Reise, bei der es Aufs und Abs gegeben hat“, sagte Dröge. Unter den elf Mitgliedern der vier Teams waren Schüler, Studenten und Mitarbeiter von Firmen. Darunter auch Emilija Novak, Schülerin des Nürtinger Schulwerks Mitte, Vivien Schöllkopf von der Storz Mediengruppe und Carsten Reusch von der Firma Festo. Die drei nahmen das Thema „Obdachlosigkeit in Deutschland“ in den Fokus ihres sozialen Projektes. In Deutschland gebe es 600.000 Menschen, die auf der Straße leben. Davon über 5000 in der Region Stuttgart. Diesen wolle man mit einer App, auf der sich Helfende und Obdachlose austauschen können, unter die Arme greifen. Durch die App sollen unter anderem die Übergabe von Spenden und Hilfsleistungen von Gebern an Nehmer organisiert werden. „Die Hilfe kommt so hundertprozentig bei den Bedürftigen an“, ist Carsten Reusch vom Erfolg des Projektes überzeugt. Für die Jury waren die fünf Kriterien „Innovation“, „Nachhaltigkeit“, „Machbarkeit“, „Team“ und „Präsentation“ für die Beurteilung der Präsentationen ausschlaggebend. „Uns hat letztendlich überzeugt, dass man mit dem Projekt von ‚Die helfenden Elfen‘ am meisten bewegen kann“, begründete Kleber die Entscheidung des Jury-Teams.

Platz zwei für gesündere Ernährung

Auf Platz zwei landete das Team „Wild Wild Yeast“, das sich mit dem Kernthema „gesunde Ernährung“ auseinandergesetzt hat. Susanne Haußmann, Ilona Sautter und Tolga Sahin wollen Brot gesünder gestalten, da laut ihren Recherchen in den handelsüblichen Brotsorten zu viele künstliche Inhaltsstoffe stecken. Als Lösung bietet die Gruppe selbst gebackenes Brot aus Sauerteig, der nur aus Mehl, Salz und Wasser besteht, an. Backtage und Einstiegskurse sollen die Menschen zu gesünderer Ernährung motivieren. „Die Idee ist mir beim Backen gekommen“, sagt die Oberboihingerin Susanne Haußmann, die sich gut vorstellen kann, dass daraus auch ein Geschäftsmodell werden kann. Auf Platz drei landete das Projekt „Foodtruck für Ghana“ von Luis Grau und Dominik Steiger von der Medienfabrik Esslingen. Die beiden wollen mit ihrem Foodtruck Geld verdienen, um damit die Lebenssituation der Menschen in Agbogbloshie, wo der Elektroschrott aus Europa lagert, zu verbessern. Platz vier belegte „Inspire-me“ von Lena Heiser, Alexander Weinhard und Lucas Leuteritz. Deren App soll komprimierte und zuverlässige Ergebnisse nachhaltiger Lebensmittel liefern. „Die Teilnehmer haben gelernt, wie man Innovation produziert“, zog Dröge ein positives Schlussfazit des Projektes.

Zur Startseite