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Discgolfer trotzen dem Regen in Nürtingen

Im Galgenbergpark und im Freibad traten am Wochenende 70 Spieler beim Discgolf-Turnier gegeneinander an. Trotz des regnerischen Wetters ließen sich die Spieler den Spaß nicht vermiesen.

Wie beim Golf wird auch beim Discgolf geputtet. Foto: Sylvia Horlebein

NÜRTINGEN. Am Wochenende flogen hunderte bunte Frisbees durch den Galgenbergpark und das Freibad. 70 Spieler und Spielerinnen nahmen am Discgolf-Turnier teil. Die bestehenden zwölf Bahnen wurden erweitert. Insgesamt mussten 18 Bahnen bespielt werden. „Es sind keine Standardbahnen mehr“, sagt Turnierdirektor Benjamin Walther vom Discgolf- und Frisbeeclub Nürtingen und ergänzt: „Wir haben für das Layout eher kürzere, dafür aber anspruchsvolle Bahnen angelegt.“ Zwischen 54 und 150 Metern galt es zu überwinden – zwischen Bäumen hindurch, über Hecken und den Skaterpark hinweg. Im Freibad musste das Schwimmerbecken einmal längs und einmal quer überwunden werden.

Um die Spieler vor dem Regen zu schützen, wurden große Schirme aufgebaut. „Wir sind nicht aus Zucker“, sagte Walther. Aber kurz nach 15 Uhr wurde selbst er ein wenig nervös. Die Himmelsschleusen öffneten sich, und auf einmal gab es Starkregen. Jetzt hatte die Turnierleitung einen besonderen Blick auf das Wetter und musste überlegen, ob das Turnier nicht sogar unterbrochen wird. Doch der Regen hielt nicht lange an, und es konnte weitergespielt werden. Gary Hoffmann musste jedoch nass weiterspielen. „Ich habe meinen Schirm vergessen“, sagte er. „Ich wollte nicht die fünf Stunden nach Hause zurückfahren.“ Der Dortmunder ist nicht nur zum Discgolfen hier: Das Turnier ist auch ein Familientreffen mit seinen Brüdern Phil und Luke. Das familieninterne Turnier entschied Gary für sich, der Platz 13 in der Gesamtwertung belegte. Die Hoffmanns, wie sie von allen genannt werden, haben die längste Anfahrt, doch auch aus München, Weilheim in Oberbayern und dem Allgäu kamen die Teilnehmer.

Ältester Discgolfer mit 73

Mit 73 Jahren war Wolfgang Hinterecker der älteste Teilnehmer, der sich am Wochenende den Launen der Natur entgegenstellte. Wie alle anderen war auch er wettererprobt und spielte am Sonntag sogar im T-Shirt.

Den ungemütlichsten Job hatten allerdings Lukas Kürner und Hannes Hermann vom DLRG. Am Ende eines jeden Turniertages mussten sie in ihre Neoprenanzüge steigen und verirrte Frisbees aus den Schwimmbecken holen.

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