Leserbriefe

Warum die Busanschlüsse nicht ändern?

Thomas Hauptmann, Nürtingen. Zum Artikel „Anschlussproblem am Nürtinger Bahnhof dauert an“ vom 6. August.

Am 6. August wurde ausführlich erläutert, warum es so schwierig ist, schnelle Anschlüsse zwischen der Tälesbahn und den Zügen aus Richtung Tübingen oder Stuttgart herzustellen: Alle Züge kommen mehr oder weniger zur vollen oder halben Stunde an und die Tälesbahn nutzt einen Gleisabschnitt, den auch die Regional- und Metropolzüge befahren, weshalb die Tälesbahn nur ein kleines Zeitfenster für die Ein- und Ausfahrt hat und nicht auf verspätete Züge auf der „Hauptstrecke“ warten kann. Als Leser und Bahnfahrer kommt mir sofort der Gedanke, dass die Tälesbahn ja auch versetzt in den halbstündigen Pausen der Regionalzüge den Nürtinger Bahnhof anfahren kann. Dann haben die umsteigenden Fahrgäste zwar immer die Aussicht auf 15 Minuten anstatt fünf Minuten Wartezeit, aber sie haben auch genügend Puffer, um diesen Anschluss tatsächlich zu erreichen und nicht im Misserfolgsfall 30 Minuten auf den nächsten Zug warten zu müssen.

Das geht aber angeblich nicht, denn dann müsste man das komplette System der abgestimmten Busanschlüsse neu ausrichten. Ja, dann müssten die Busse 15 Minuten früher oder später fahren. Warum das nicht möglich sein soll, außer weil es Arbeit verursacht (und wir das schon immer so gemacht haben), wird aus der Aussage nicht deutlich. Das System wird meines Erachtens nach außen immer weniger komplex und kann leichter angepasst werden. Ich glaube auch nicht, dass es wegen Schulzeiten nicht geht, da die ohnehin nicht im Stundentakt liegen. Es wäre also den Stirnschweiß der zuständigen Köpfe wert, an dieser Stelle weiter nach Lösungen zu suchen. Oder die Redaktion könnte nachfragen, wo die Probleme liegen.

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