Maike Pfuderer, Stuttgart. Zum Leserbrief „Sperrig, aber mutig“ vom 22. August 2026.
Was daran mutig sein soll, mit einer Partei gemeinsame Sache zu machen, die auch in Baden-Württemberg aus gutem Grund vom Verfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall beobachtet wird, kann sich einem demokratisch gesinnten Menschen nicht erschließen. Mit Verfassungsfeinden paktiert man nicht. Punkt.
Was da die vermeintlich bürgerlichen Fraktionen Seite an Seite mit den Verfassungsfeinden beschlossen haben, war zudem schlicht rechtswidrig. Der Landrat legte sein Veto ein, Anfang August nahm die Mehrheit des Kreistags einige der Beschlüsse in einer Sondersitzung wieder zurück. Die vermeintlich bürgerlichen Brandmauer-Tunnler haben sich damit bis auf die Knochen blamiert. Vollkommen zu Recht. Vielleicht lernen sie daraus, was passiert, wenn man meint, für ein paar politische Mehrheiten gemeinsame Sache mit Verfassungsfeinden machen zu müssen. Was die Charakterisierung der Hohenloher als „sperrig“ betrifft, hat Reiner Ruf dagegen durchaus einen Punkt. Hohenloher können sperrig sein – und sind zugleich ein verdammt liebenswerter Menschenschlag. Das weiß ich als Tochter einer Hohenloherin aus eigener Erfahrung. Sperrigkeit kann schließlich eine Tugend sein. Das Untergraben der Brandmauer ist keine.
Leserbriefe | 08.09.2026 - 05:00
Wenn sich Leistung lohnen muss
Uwe Jirikovsky, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Viel Zank und wenig Entlastung“ vom 3. September.
SPD und CDU versprechen, die arbeitende Mitte spürbar zu entlasten. Finanzminister Klingbeil stellt Familien „bis zu 600 Euro“ Entlastung in Aussicht, ...
Leserbriefe | 08.09.2026 - 05:00
DDR-Annäherungen – ein Bürgerbegehren?
Helmut Weber, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Ein Wahlkampf, der vor allem eine Warnung ist“ vom 26. August.
Wenn Politiker den Mund zu voll nahmen und einer finanziell gescheiterten DDR „blühende Landschaften – ad hoc“ versprachen, war für ...