Peter Fink, Wendlingen. Zum Leserbrief „Gefährlicher Holzweg beim Windkraftausbau“ vom 22. August.
Herrn Braun sei angeraten, sich ideologiefrei mit Fakten statt mit Mythen zu beschäftigen. Der Begriff „Null Megawatt“ bezieht sich im Ursprungsartikel auf die seinerzeit aktuelle Einspeisung ins Netz, da dieses ausgelastet war. Ursächlich für diesen Umstand ist nicht die Unbeständigkeit der Windkraft, sondern die noch fehlende Speicherkapazität. Herr Braun spricht von „Windgeschwindigkeit“, was in der Diskussion unerheblich ist. Es geht vielmehr um die Windhöffigkeit, die im Windatlas Baden-Württemberg zu finden und ausschlaggebend ist. Zu beachten ist hier auch, dass Windverhältnisse am Boden nicht mit den Windverhältnissen in 150 Metern Höhe gleichzusetzen sind.
Es werden lediglich Stell- und Arbeitsflächen für Windräder sowie Zufahrtswege angelegt, die größtenteils wasserdurchlässig sind. Zugleich werden gesetzlich vorgeschriebene Ausgleichsflächen geschaffen; eine Rodung erfolgt daher nicht per se. Was den Abrieb angeht, lohnt sich ein Blick in eine Studie der Universität Dänemark: Windräder in Deutschland verursachen rund 1.400 Tonnen pro Jahr, gleichzeitig fallen etwa 100.000 Tonnen Reifenabrieb und 9.000 Tonnen Schuhabrieb an.
Und: Es geht nicht nur um Windenergie, die natürlich unbeständig ist, sondern vielmehr um einen regenerativen Energiemix – auch mit Solarenergie –, um kostengünstig eine konstante Energieversorgung zu gewährleisten.
Zum Schluss fehlt die konkrete Ansage von Herrn Braun, welche seiner ungenannten Energiequellen unsere Lebensqualität steigern sowie verlässlich und flächenschonend Energie liefern sollen. Doch wohl kaum fossile oder nukleare Energieträger, bei denen weder Kosten- noch Umweltbelange ausreichend berücksichtigt, geschweige denn geklärt sind.
Leserbriefe | 10.10.2026 - 05:00
Endlich in die Gänge kommen
Eberhard Schmid, Aichtal-Grötzingen. Zum Artikel „Große Pflegereform vertagt: Mehr Beiträge für Kinderlose“ vom 1. Oktober.
Was ist das für eine Regierung, die selbst keine Beschlüsse zustande bringt? Es wird Tag und Nacht zusammen gesessen und dann ...
Leserbriefe | 10.10.2026 - 05:00
Ein schlechter Scherz
Jürgen Merkle, Neuffen. Zum Artikel „Spahn verlässt Haushaltsausschuss“ vom 30. September.
Wenn die CDU über den Arbeitsmarkt debattiert, klingt das gewöhnlich so: Die Work-Life-Balance sei eine Fehlentwicklung, Teilzeit ein bequemer „Lifestyle“ und ...