Leserbriefe

Kanzlerschaft muss halten

Dieter Hiemer, Neckartailfingen.

Nach drei Wahlen in der einstigen DDR fiel mir Gerd Dudenhöffer alias Heinz Becker ein. Der Kabarettist fragte: „Warum haben die die Mauer eingerissen, die war doch noch gut?“ In Berlin, wo Erben der Mauer-Mörder-SED siegten, wurde die CDU wie in Sachsen-Anhalt und in Meckelnburg-Vorpommern böse abgestraft. Alles wird Friedrich Merz angelastet. Dem Kanzler werden die Worte im Munde herumgedreht, wobei er mit dem Stadtbild und den Deutschen, die mehr arbeiten müssen, völlig recht hat. Als Markus Söder darlegte, wie viel Milliarden eine Stunde Mehrarbeit in der Woche einbringen würde, ging die linke Empörungswelle hoch – und das, wegen zwölf Minuten am Tag! Armes Deutschland. Für mich ist, wie nur noch für elf Prozent, Friedrich Merz der fähigste Kanzler seit Helmut Kohl. Er muss in schweren Zeiten die Scherben der Schlaftablette Scholz und der FDJ-Kaderleiterin Merkel aufräumen. Ohne ihn drohten EU und Nato zu implodieren. Merz hat nun nichts mehr zu verlieren. Er sollte den roten Klotz am Bein abschütteln, es „Gas-Gerd“ Schröder mit seiner umstrittenen, aber erfolgreichen Agenda 2010 nachmachen und alle Reformen wie beschlossen durchziehen. In Berlin will die Linke mit den Verstaatlichungen den Kommunismus aufleben lassen. Ob Grüne und SPD mit solch einer Partei, die noch viel mehr Dreck am Stecken hat, koalieren? Wenn ja, stellt sich für die CDU die Frage, ob sie mit der AfD teilweise zusammenarbeiten sollte, bevor diese alleine regiert. Ja, Friedrich Merz ist in der Opposition als Verfechter der Schuldenbremse aufgetreten. Dann aber kam Trump zurück und stellte immense finanzielle Vorgaben. Dem neuen Kanzler blieb da nichts anderes übrig, als eine Kehrtwende zu vollziehen. Wir können nur hoffen, dass diese Kanzlerschaft hält, zumal ja auch schon etliches verbessert wurde. Ansonsten droht uns allen ein Chaos. Einen bemerkenswerten Auftritt hatte Peer Steinbrück jüngst bei Maischberger. Selbst für den klugen SPD-Mann ist Merz angesichts der weltweiten Gefahren unverzichtbar.

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