Hartmut Gerhardt, Wolfschlugen. Zum Artikel „Städte müssen sich wappnen“ vom 26. Juni.
Die aktuelle Hitzewelle gibt uns allen Anlass, Vorkehrungen zu treffen, um uns vor den hohen Temperaturen zu schützen und gesundheitliche Schäden zu vermeiden. Ärztinnen und Ärzte, Apotheken sowie die Medien geben zahlreiche Empfehlungen. Die Folgen des globalen Klimawandels führen dazu, dass steigende Temperaturen und immer häufigere Hitzewellen – insbesondere in Europa – zu einer dauerhaften Herausforderung mit weitreichenden Auswirkungen werden.
Dass beim Hitzeschutz in vielen Städten und Gemeinden bislang nur wenig, unzureichend oder gar nichts unternommen wird, zeigt der Leitartikel von Judith Sägesser. Sven Plöger erläutert im Interview die physikalischen Zusammenhänge des Klimawandels und die Prozesse in der Atmosphäre, die zu extremer Hitze führen können. Er macht deutlich, dass der menschengemachte Klimawandel dabei eine entscheidende Rolle spielt. Umso unverständlicher ist es, dass diese Erkenntnisse in Teilen der Politik weltweit noch immer ignoriert werden.
Ebenso wenig nachvollziehbar ist es aus meiner Sicht, dass die Bundeswirtschaftsministerin die Bemühungen vieler Menschen, auf erneuerbare Energien wie Windkraft, Solaranlagen oder Wärmepumpen zu setzen, nicht entschlossener unterstützt. Stattdessen sucht sie den Rat von Unternehmen, die weiterhin auf fossile Energieträger setzen und damit eine Form der Energiegewinnung fördern, die den Klimawandel nachweislich weiter beschleunigt.
Wer in einem klimatisierten Zuhause lebt und in klimatisierten Autos oder Büros arbeitet, kann den Auswirkungen der Hitze leichter begegnen. Für die allermeisten Menschen gilt das jedoch nicht.
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