Walter Benz, Wendlingen.
Die Befürworter der geplanten neuen Flugroute ab dem Flughafen Stuttgart haben nach dem Krisengespräch zwischen Ministerpräsident Kretschmann, Verkehrsminister Hermann und Vertretern verschiedener betroffener Kommunen eine herbe Niederlage einstecken müssen – und das, obwohl doch ihrer Meinung nach bereits alle Fakten auf dem Tisch lagen und somit kein Gesprächsbedarf ihrerseits mit den sogenannten „Flugrebellen“ mehr bestünde. Ihr Plan, den sie still und heimlich im Hinterzimmer ausgetüftelt hatten, wurde als nicht durchdacht zurückgewiesen. Nach dieser Schlappe müssen sich die Befürworter dieser Abflugvariante erst einmal wieder aufrappeln, ihre Planungen neu überdenken und überlegen, wie sie beim nächsten Versuch dem einfachen Bürger die Vorteile ihrer Absichten „verkaufen“ könnten.
Obwohl der kleine Mann schon heute mancherorts bereits den Lärm von der Straße (B 313, A 8) sowie den Lärm der „Neckartalstrecke“ der DB ertragen muss, und in naher Zukunft auch noch das Donnern des ICE (auf der Neubaustrecke Stuttgart–Ulm) hören darf, schämen sich die Herren verschiedener Kommissionen nicht, ihm auch noch zusätzlichen Fluglärm aufzubürden. Am 2. November, dem Tag der nächsten Sitzung, kommt es also nicht zu einem Durchpeitschen der Interessen der Befürworter, die auf verschiedenen Infoveranstaltungen der betroffenen Gemeinden die Möglichkeit zur Meinungsäußerung gehabt hätten, die aber ihr Desinteresse an derlei Veranstaltungen durch Fernbleiben zeigten. Stattdessen sollen nun zunächst nur offene Fragen beantwortet werden – und das, obwohl doch angeblich alles bis ins kleinste Detail durchdacht war.
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Leserbriefe | 20.03.2026 - 05:00
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