Kai Hansen, Nürtingen. Zu den Artikeln „Die richtige Wahl“ und „Vergesellschaftung? Lieber nicht“ vom 10. Oktober.
Die NTZ-Lektüre am Wochenende bietet Kommentare zum Friedensnobelpreis, zur Vergesellschaftung von Wohnkonzernen und das längst fruchtlose Jammern über die Erfolge der AfD. Ja, es steht schon arg um die Welt: Da lässt sich eine Friedensnobelpreisträgerin in den vermeintlich „antiisraelischen Mainstream der Vereinten Nationen“ (UN) einspannen. In Berlin gewinnen weder die CDU, noch die AfD, sondern die Linke, die Konkretes zum Thema Wohnungsnot vorhat. Und die AfD wird zitiert, sie glaube, gar nichts tun zu müssen für ihren Erfolg, es würde reichen, wenn die CDU sich selbst zerlegt. Beginnen wir bei Helmut Kohl, der sagte: „Wichtig ist, was hinten herauskommt“, also bei der AfD. Die AfD klingt, als würde sie „Lösen“ mit „Ausscheiden“ verwechseln. Nur leider ersetzt das Jammern darüber kein Regierungshandeln. Das geht nur mit Angeboten, die eine lebenswerte Zukunft in der Breite hoffen lassen. Beispiel Wohnen: Frau Torebko ahnt, dass bezahlbares Wohnen „eine der drängendsten sozialen Fragen unserer Zeit“ ist, will aber nur an Privat-Investoren und Bau-Industrie glauben, wie zu Wirtschaftswunderzeiten. Alternativen würden zu Wohnraumverknappung und Stillstand führen. Haben wir das nicht bereits? Eine Vergesellschaftung der Konzerne würde rechtlich den Berliner Haushalt nicht belasten. Die öffentliche Hand erwirbt dann Sachvermögen, dem marktfähige Vermögensgegenstände (Wohnungen) gegenüberstehen, soziale Marktwirtschaft also. Stattdessen wühlt offenbar auf, dass rechts eine AfD regiert, und nun auch noch die Linke. Wann wird endlich klar: Nicht Überzeugungen von gestern, sondern, wer die Sachprobleme der Gesellschaft löst, wird gewählt. Damit zur guten Wahl zum Friedensnobelpreis: Weder Entrechtung, Selbstgerechtigkeit, Macht und Kapital dürfen über Wohl und Wehe von Menschen herrschen. Recht dient dem Schutz und darf nicht gebeugt oder zur Machtgewinnung ignoriert werden. Das sollte, gerade um des Ansehens willen in der Welt, unsere Regierung wirklich nirgends hinnehmen.
Leserbriefe | 17.10.2026 - 05:00
Teuer und nicht treffsicher
Roger Schneider, Wendlingen. Zum Artikel „Bundesregierung beschließt Neuauflage des Tankrabatts“ vom 26. September.
Der Tankrabatt 3.0 soll Benzin und Diesel vorübergehend um rund 17 Cent je Liter verbilligen. Für Menschen, die auf dem Land wohnen, ...
Leserbriefe | 17.10.2026 - 05:00
Es fehlt der politische Wille
Hartmut Wirsching, Beuren. Zum Artikel „Große Pflegereform vertagt: Mehr Beiträge für Kinderlose“ vom 1. Oktober.
Diese Schlagzeile verdeutlicht beispielhaft, dass in fast allen gesellschaftlichen Bereichen wie Pflege, Bildung, Rente, sozialem ...