Tobias Metzger, Nürtingen. Zum Leserbrief „Stadtbalkon verursacht beträchtliche Umwege“ vom 15. Juni.
Es ist doch sehr erstaunlich, dass die „Schuld“ am Verkehr in Nürtingen immer wieder dem Stadtbalkon zugewiesen wird! Dabei ist doch jedem Kind klar, dass viele Autos eben viel Verkehr bedeuten. Ergo ist das Problem mit dem Verkehr bei der Anzahl der Autos zu suchen und nicht an der Sperrung von ein paar hundert Metern Straße. Spannend daher, dass von den Gegnern des Stadtbalkons bislang nie die Forderung kam, das Übel bei der Wurzel zu packen und den Autoverkehr in Nürtingen generell zu reduzieren. Was den Stadtbalkon direkt angeht: für Nürtingen ist das eine tolle Sache, auch wenn baulich noch großes Verbesserungspotenzial besteht. Geht aber eben nicht so schnell (und schon gar nicht in Deutschland). So innovativ und einzigartig wie der OB ihn darstellt, ist er aber bei Weitem nicht. Promenaden und aufgewertete Zugänge ans Wasser gibt es in unzähligen großen und kleinen Städten weltweit. Nürtingen ist da eher ziemlich spät dran.
Und hinsichtlich der allgemeinen Verkehrsführung gibt es in Nürtingen tatsächlich Optimierungspotenzial: die Einbahnstraßenregelung in der Christophstraße ist der größte Mist – sage ich als Kleintischardter. Um den Verkehr hier zu beruhigen sind regelmäßige Fahrbahnschwellen quer über die Straße am besten geeignet. Dann rast keiner mehr. Funktioniert weltweit und gibt’s im Internet zu bestellen. Und das Parkplatzthema lässt sich ganz einfach über Anwohnerparkplätze lösen.
Auch dafür gibt es unzählige erfolgreiche Beispiele, sodass man das Rad nicht neu erfinden muss. Noch etwas zum Verkehr: Die Neuffener Straße hätte man vor zwei Jahren sperren beziehungsweise nur für Anwohner offen lassen und zur begrünten Fahrradstraße umwidmen sollen. Der Verkehr hätte dann weiterhin durchs Industriegebiet fahren können, auch wenn mich das persönlich auf meinen (Auto-)Fahrten zum Baumarkt genervt hätte. Das wäre zukunftsweisend und weltmännisch gewesen und mehr Grün in Nürtingen würde auch gegen die aktuell unerträgliche Hitze helfen.
Leserbriefe | 04.01.2025 - 05:00
Es geht um unser Überleben!
Wilfried Schmid, Wendlingen. Zum Artikel „Müssen die Gartenhäuser abgebaut werden?“ vom 30. Dezember.
Immer diese Gängelung der mündigen Bürger durch das ach so böse Landratsamt! Schauen wir uns doch einmal die Fakten zu der diskutierten Fläche an: ...
Leserbriefe | 04.01.2025 - 05:00
Wir brauchen keine Ratschläge!
Eberhard Schmid, Aichtal-Grötzingen. Zum Artikel „Musk mischt sich in deutschen Wahlkampf ein“ vom 31. Dezember.
Wir hatten in Deutschland schon einmal einen Propaganda-Minister, dem viel zu viele gefolgt sind. Wir brauchen keine Ratschläge von ...