Leserbriefe

Eine derartige Einschränkung ist nicht sinnvoll

Dietmar Brodbeck, Wendlingen. Zum Artikel „Die Stadtbücherei bleibt auch freitags zu!“ vom 1. Juli.

Wie alle Kommunen steht auch Wendlingen unter dem Druck, wo immer möglich Kosten einzusparen. Wie in der Wendlinger Zeitung berichtet, wurden die Öffnungszeiten der Stadtbücherei ab Juli von 21,5 auf 14 Stunden wöchentlich reduziert, was einer Reduzierung um 36 Prozent entspricht. Zusätzlich wird während der Sommerferien auch noch der Samstag geschlossen. Für die Stadt Wendlingen finde ich dies sehr bedauerlich, da es bei dieser Maßnahme um eine vergleichsweise geringe Einsparung von 25.000 Euro jährlich geht. Wir haben in Wendlingen glücklicherweise eine sehr gut aufgestellte Bücherei, die als Kultur- und Bildungsort sowie als Treffpunkt gesellschaftlich immens wichtig ist. Eine derartige Einschränkung ist zudem betriebswirtschaftlich nicht sinnvoll, da diese Einrichtung zu einer spürbaren Belebung der Stadtmitte führt, was wiederum den Einzelhandel und die Gastronomie in der Innenstadt stärkt.

Daher appelliere ich an die Stadtverwaltung sowie den Gemeinderat, bei diesem verhältnismäßig geringfügigen Einsparvolumen die Öffnungszeiten zu überdenken, da die Stadt gerade in der heutigen Zeit das Interesse haben muss, die Aufenthaltsqualität der Stadtmitte attraktiv zu halten. Vielleicht muss ein Gemeinderat auch bereit sein, die Einnahmeseite seiner Kommune nachhaltig zu verbessern. Eine Erhöhung des Gewerbesteuerhebesatzes um zehn Prozentpunkte auf immer noch vergleichsweise sehr günstige 350 Prozent würde laut der Kämmerei 250.000 bis 300.000 Euro jährlich einbringen.

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