Helmut Weber, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Arbeitszeit im Zentrum der Metalltarifrunde“ vom 27. Juli.
Wer Menschen keine Grenzen aufzeigt, wird ihre Eigenbewertung und damit ihren Forderungskatalog zur Rücksichtslosigkeit geführt sehen. Das gilt nicht für alle, doch eine Vielzahl trägt ihre pubertäre Entwicklung in die Erwachsenenzeiten – mit der Konsequenz mangelnder selbstbetreffender und sozialer Reife für ausgewogene Entscheidungen und gemeinschaftlichen Zusammenhalt. Der Bundestag ist dafür immer wieder beispielhaft.
In Erinnerung ist eine Zeit, in der die Sechstagewoche für Arbeitnehmer und Arbeitgeber Standard war. Diese unmittelbare Nachkriegszeit zeigte so ihr „…-Wunder“ und die Mitwirkenden spürten und sahen nicht nur den Erfolg für sich, sondern auch für eine Allgemeinheit. Der Gesellschafts-Durst hatte seinen Zukunftsglauben und keine Work-Life-Balance, die diesen in Schach hielt. Ein Volk, das Sinn und Wert von Arbeit nicht mehr zu schätzen weiß oder einfach nicht versteht, sich in den Rentenstand flüchtet – als Erlösung – hat etwas von Selbstaufgabe, mit Sicherheit aber „Fähigkeiten“, welche diesem Staat jeden tragenden Sonderstatus aberkennen. Wenn der Bürger nicht mehr in der Lage ist, sich selbst in den Hintern zu treten, haben Regierung und Volksvertretung die Pflicht. Das für sie zu tun: Sicherung des Status quo ist keine Versicherung.
Leserbriefe | 12.08.2026 - 05:00
Es gibt gute Argumente für ein Tempolimit
Hartmut Wirsching, Beuren. Zum Artikel „Kein Tempolimit für die Gesetzgebung“ vom 24. Juli.
Einige CDU-Abgeordnete warnen vor einem „Tempolimit“ für die Gesetzgebung und fordern, Gesetze nicht im Eiltempo zu verabschieden. Man geht mit diesen ...
Leserbriefe | 12.08.2026 - 05:00
Zeichen setzen gegen Völkermord
Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Jeder einzelne kann ein Zeichen setzen“ vom 25. Juli.
Das Antisemitismus-Interview von Jan Sellner mit der wenig bekannten, aber angeblich so mächtigen israelischen Generalkonsulin in München trägt die ...