Helmut Weber, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Arbeitszeit im Zentrum der Metalltarifrunde“ vom 27. Juli.
Wer Menschen keine Grenzen aufzeigt, wird ihre Eigenbewertung und damit ihren Forderungskatalog zur Rücksichtslosigkeit geführt sehen. Das gilt nicht für alle, doch eine Vielzahl trägt ihre pubertäre Entwicklung in die Erwachsenenzeiten – mit der Konsequenz mangelnder selbstbetreffender und sozialer Reife für ausgewogene Entscheidungen und gemeinschaftlichen Zusammenhalt. Der Bundestag ist dafür immer wieder beispielhaft.
In Erinnerung ist eine Zeit, in der die Sechstagewoche für Arbeitnehmer und Arbeitgeber Standard war. Diese unmittelbare Nachkriegszeit zeigte so ihr „…-Wunder“ und die Mitwirkenden spürten und sahen nicht nur den Erfolg für sich, sondern auch für eine Allgemeinheit. Der Gesellschafts-Durst hatte seinen Zukunftsglauben und keine Work-Life-Balance, die diesen in Schach hielt. Ein Volk, das Sinn und Wert von Arbeit nicht mehr zu schätzen weiß oder einfach nicht versteht, sich in den Rentenstand flüchtet – als Erlösung – hat etwas von Selbstaufgabe, mit Sicherheit aber „Fähigkeiten“, welche diesem Staat jeden tragenden Sonderstatus aberkennen. Wenn der Bürger nicht mehr in der Lage ist, sich selbst in den Hintern zu treten, haben Regierung und Volksvertretung die Pflicht. Das für sie zu tun: Sicherung des Status quo ist keine Versicherung.
Leserbriefe | 23.09.2026 - 05:00
Die Gewinner der Spritpreispolitik
Olaf Dukatz, Neuffen. Zum Artikel „Frei: Autofahrer von Oktober an entlasten“ vom 17. September.
Das Kabinett denkt in Bezug auf die Überteuerung der Spritpreise darüber nach, die Mehrwertsteuer von 19 auf sieben Prozent zu senken. Für wie dumm ...
Leserbriefe | 23.09.2026 - 05:00
Schüler müssen sich wohlfühlen
Hartmut Gerhardt, Wolfschlugen. Zum Artikel „,Glück‘ ab der ersten Schulklasse“ vom 17. September.
Das Wort „Glück“ hat eine schillernde Gestalt. In seiner tieferen Bedeutung ist es ein Gefühl von Wohlbefinden, innerer Zufriedenheit und Lebenssinn. ...