Leserbriefe

Demokratie braucht Kompromisse

Helmut Hartmann, Nürtingen.

Als uralter Sozi finde ich es erschreckend, was sich seit der letzten Bundestagswahl abspielt. Nicht das Wahlergebnis wird selbstverständlich akzeptiert, wie es in einer Demokratie eigentlich sein sollte. Stattdessen gibt es einen Wettlauf um Positionen und vermeintlich ganz, ganz wichtige Details.

Immer mehr wichtige Einzelpersonen und Gruppierungen erklären ganz offen, dass ihre Abgeordneten nur dann zustimmen werden, wenn ihre jeweiligen Forderungen vollständig berücksichtigt werden. Mein Appell: Hört auf mit der Gründung neuer Parteien und Untergruppen, ohne deren Zustimmung angeblich nichts läuft! Wie soll sonst endlich eine neue Koalitionsregierung zustande kommen? Demokratie bedeutet schließlich auch, Kompromisse einzugehen und die Interessen des Ganzen über die eigenen Wünsche zu stellen.

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