Maike Pfuderer, Stuttgart. Zum Artikel „PMHS begeistert beim CSD-Stuttgart“ vom 27. Juli.
„Ohne uns kein Wir – füreinander laut, miteinander stark.“ So klang der vielstimmige Chor der Teilnehmenden an der Demonstration zum CSD in Stuttgart. Und es ist schön, immer neue Stimmen in diesem Chor zu hören. Die Philipp-Matthäus-Hahn-Schule ist dabei eine besondere Bereicherung – und eine Schule, mit der mich mehr verbindet, als auf den ersten Blick zu erwarten ist. Einst drückte ich dort während meiner Lehre die Schulbank, lernte Grundständiges über das Bauwesen und war Schülersprecherin an der damaligen Gewerblichen Kreisberufsschule Nürtingen. Dann führten die Wege auseinander. Auch der Blick aus meinem Jugendzimmer auf das „Hochhaus“ der Schule ging verloren. Es standen wichtige Dinge an: der berufliche Weg – und bei mir eine „Reise vom Mars zur Venus“, wie die damalige Redaktionsleiterin der Nürtinger Zeitung 2003 einen Artikel über mich überschrieb. Damals war der CSD in Stuttgart für viele noch weit weg und in der Nürtinger Zeitung kaum ein Thema. Die Zeiten ändern sich. Nürtingen hat inzwischen seinen eigenen CSD, und meine ehemalige Berufsschule fährt mit einem eigenen Truck beim CSD Stuttgart mit. Was für eine Entwicklung! Zeit für die heute 60-jährige ehemalige Schülersprecherin, die Hände in den Schoß zu legen? Weit gefehlt. Nicht nur der Anschlag in Berlin zeigt, wie notwendig das Eintreten für Vielfalt und gleiche Rechte weiterhin ist. Auch rund 4000 Hasskommentare zu einem ökumenischen CSD-Gottesdienst in Stuttgart sprechen eine deutliche Sprache. Das Füreinander und Miteinander braucht uns alle. Wir sind alle Teile des Ganzen, um ein früheres Motto des CSD Stuttgart aufzugreifen. Deshalb mein ausdrücklicher Dank an die Schülerinnen und Schüler, die Lehrkräfte und besonders an Schulleiter Wolf Hofmann: Sie haben nicht nur über Toleranz gesprochen. Sie haben sie sichtbar gemacht. Und darauf darf Nürtingen stolz sein. Oder eben: proud.
Leserbriefe | 11.08.2026 - 05:00
Glaube an Gerechtigkeit verloren
Pauline Eule, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Beschuldigter nach Attacke weiter frei“ vom 20. Juli.
In Bezug auf Ihren Bericht vom 20. Juli, in dem es um den brutalen Angriff auf den Zugführer geht. Ich bin entsetzt, wie das Gericht dabei urteilt. Da ...
Leserbriefe | 11.08.2026 - 05:00
KI ist ein gewaltiger Fluch
Helmut Hartmann, Nürtingen.
Fast täglich erfahren wir von neuen großen Unternehmen, die ihr Geschäft mit künstlicher Intelligenz machen und damit viel Geld machen wollen. Ich frage mich, ob diese Entwicklung ein Fluch oder ein Segen für die ...