Thomas Hauptmann, Nürtingen. Zum Artikel „Carsharing bleibt ein Nischenprodukt“ vom 31. August.
In dem Artikel hieß es, dass Carsharing-Angebote unterm Strich teurer als private Autos seien. Stimmt das? So pauschal kann es keinesfalls zutreffen, denn wenn ich ein Auto nur selten benutze, ist es auf jeden Fall günstiger, auf ein Carsharing-Angebot zurückzugreifen. Aber wo liegt der Grenzwert?
Ein Kostenrechner von Stadtmobil, das in Nürtingen sechs Fahrzeuge an der Alten Seegrasspinnerei und eines am Rotenbergplatz anbietet, kommt zu dem Ergebnis, dass unter Berücksichtigung aller Kosten – inklusive Anschaffung, Steuer, Versicherung und Verbrauch gemäß ADAC einerseits sowie Monatsgebühren, Kilometerkosten und Zeitkosten andererseits – bis zu einer Jahresfahrleistung von circa 14.000 Kilometern die Nutzung von Carsharing finanziell günstiger ist als die eines Privat-Pkw. Das Kostenargument ist also falsch.
Natürlich steht ein Carsharing-Auto nicht zu meiner ständigen Verfügbarkeit vor dem Haus. Aber ich habe in über 30 Jahren Carsharing-Nutzung (damals hieß das in Nürtingen „Teilmobil“) fast immer auch kurzfristig ein Fahrzeug für den von mir gesuchten Zeitraum bekommen.
In einer Entfernung von einem Kilometer zu den beiden aktuellen Stadtmobil-Stationen plus einer Deer-Station im Enzenhardt, die mit dem Fahrrad schnell zu bewältigen ist, sind eigentlich alle Wohngebiete der Kernstadt Nürtingen (außer Oberensingen) gut zu erreichen. Damit mag die Nutzung von Stadtmobil nicht für alle Nürtingerinnen und Nürtinger attraktiv sein, aber für die meisten wäre es ein gutes Geschäft.
Leserbriefe | 08.09.2026 - 05:00
Wenn sich Leistung lohnen muss
Uwe Jirikovsky, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Viel Zank und wenig Entlastung“ vom 3. September.
SPD und CDU versprechen, die arbeitende Mitte spürbar zu entlasten. Finanzminister Klingbeil stellt Familien „bis zu 600 Euro“ Entlastung in Aussicht, ...
Leserbriefe | 08.09.2026 - 05:00
DDR-Annäherungen – ein Bürgerbegehren?
Helmut Weber, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Ein Wahlkampf, der vor allem eine Warnung ist“ vom 26. August.
Wenn Politiker den Mund zu voll nahmen und einer finanziell gescheiterten DDR „blühende Landschaften – ad hoc“ versprachen, war für ...