Sven Rahlfs, Nürtingen. Zum Artikel „Im Südwesten ist die Pflege im Heim besonders teuer“ vom 15. Juli.
Dass Pflegekräfte endlich besser und ihrer schweren Arbeit angemessen bezahlt werden, ist nicht nur richtig, sondern eine Frage des Respekts. Eine gute, tarifliche Bezahlung ist der einzige Weg, um dem dramatischen Fachkräftemangel überhaupt etwas entgegenzusetzen.
Doch es darf nicht sein, dass die grün-schwarze Landesregierung in Stuttgart die daraus resultierenden Kosten eins zu eins an die Pflegebedürftigen und deren Familien weiterreicht. Mit einem durchschnittlichen Eigenanteil von 3657 Euro im ersten Heimjahr ist Baden-Württemberg mittlerweile trauriger Spitzenreiter im Ländervergleich. Für die meisten Betroffenen übersteigt das die eigene Rente bei weitem. Das mühsam Ersparte schmilzt in kürzester Zeit dahin, und am Ende bleibt oft nur der beschämende Gang zum Sozialamt.
Hier versagt die Landesregierung auf ganzer Linie bei ihrer Pflicht zur Daseinsvorsorge. Es ist eine Kernaufgabe des Staates, dafür zu sorgen, dass Menschen im Alter nicht in die Armut getrieben werden, nur weil sie Pflege benötigen. Andere Bundesländer wie Bayern, Hessen oder Rheinland-Pfalz machen es vor und bezuschussen die Pflegeplätze gezielt aus dem Landeshaushalt.
Wenn Stuttgart sich weiterhin weigert, die Ausbildungs- und Investitionskosten komplett zu übernehmen, entzieht sich das Land seiner sozialen Verantwortung. Die Quittung für diese Blockadehaltung zahlen am Ende die schwächsten Glieder unserer Gesellschaft und das direkt im eigenen Geldbeutel.
Leserbriefe | 21.10.2026 - 05:00
Trump kocht nur mit Wasser
Christoph Traube, NT-Neckarhausen. Zum Artikel „Verheerendes Signal“ vom 12. Oktober.
Ich gebe Herrn Kegel Recht: Das Signal, das Donald Trump mit seinem Diesel-Deal aussendet, ist (wieder mal) verheerend. Trotzdem sollte man auf das Phänomen Trump ...
Leserbriefe | 21.10.2026 - 05:00
Mal angenommen, es brennt
Christoph Röcker, Nürtingen. Zur Sitzung des Gemeinderats am 06.10.2026
Interessant war das, was vermutlich nicht so im Protokoll stehen wird: Die verstörend vagen Ausflüchte der Stadtverwaltung bei den von Stadtrat Färber gestellten Fragen zu ...