Gesundheit im Alltag
Sonnenstich – die Medius-Kliniken haben Tipps zu Vorbeugung und Erster Hilfe
Ein heißer Sommertag, strahlend blauer Himmel – perfektes Wetter für eine Joggingrunde im Park oder die Gartenarbeit. Doch Vorsicht: Wer sich zu lange ungeschützt der Sonne aussetzt, riskiert einen Sonnenstich. Besonders die intensive Mittagssonne kann zur Belastung werden. Was genau passiert dabei im Körper – und wie lässt sich vorbeugen?
NÜRTINGEN/KIRCHHEIM. Ein Sonnenstich entsteht durch längere, direkte Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken – vor allem bei hohen Temperaturen und fehlender Kopfbedeckung. Anders als beim Hitzschlag bleibt die Körperkerntemperatur meist im Normalbereich.
Trotzdem ist ein Sonnenstich nicht harmlos: Durch die direkte Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken kommt es zu einer Reaktion im Bereich der Hirnhäute und der Hirngefäße, die typische Beschwerden wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Nackensteifigkeit auslösen kann. Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen sowie Personen mit wenig oder sehr kurzem Haar, da der natürliche Schutz fehlt.
Was passiert im Körper?
Beim Sonnenstich erhitzt sich vor allem der Kopf stark. Die Wärme wirkt direkt auf die Hirnhäute und kann dort Reaktionen auslösen. Typische Symptome sind:
- Kopfschmerzen
- Übelkeit und Erbrechen
- Schwindel
- Nackensteifigkeit
Typischerweise steht die Überwärmung von Kopf und Nacken im Vordergrund, während die Körpertemperatur häufig normal bleibt. In seltenen schweren Fällen können neurologische Komplikationen bis hin zu Bewusstseinsstörungen auftreten.
„Viele unterschätzen die Kraft der Sonne, gerade an leicht bewölkten Tagen. Das Gute ist: Mit einer Kopfbedeckung und ausreichendem Trinken lässt sich ein Sonnenstich leicht vermeiden. Treten Symptome wie Kopfschmerz oder Übelkeit auf, sollte man die Sonne sofort meiden und die Symptome ernst nehmen“, erklärt Dr. Heiner Stäudle, Chefarzt der Klinik für Akut- und Notfallmedizin der medius KLINIKEN.
Einem Sonnenstich vorbeugen
Mit einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko deutlich reduzieren:
- Kopfbedeckung tragen: Hut, Kappe oder Tuch schützen Kopf und Nacken
- Mittagssonne meiden: Zwischen 11 und 16 Uhr ist die Strahlung am intensivsten
- Kühl bleiben: Leichte Kleidung tragen und regelmäßig Pausen im Schatten einlegen
Erste Hilfe: Was tun bei Sonnenstich?
Bei ersten Anzeichen gilt: schnell handeln.
- Sofort aus der Sonne gehen und einen kühlen, schattigen Ort aufsuchen.
- Kopf und Nacken kühlen, zum Beispiel mit feuchten Tüchern oder Kühlpacks (nicht direkt auf die Haut legen).
- Für Ruhe sorgen und den Zustand beobachten
- Ausreichend trinken. Ausreichendes Trinken unterstützt die Temperaturregulation des Körpers.
Verschlechtern sich die Beschwerden oder treten Kreislaufprobleme auf, sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Sonnenstich oder Hitzschlag?
Die Unterscheidung ist wichtig:
Sonnenstich: vor allem Kopf betroffen, Körpertemperatur meist normal
Hitzschlag: gesamte Körperüberhitzung, Körpertemperatur über 40 °C
Ein Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall und kann lebensbedrohlich sein.
Hitzschlag – ein Notfall
Treten Bewusstseinsstörungen und sehr hohe Körpertemperaturen auf, besteht der Verdacht auf einen Hitzschlag. In diesem Fall gilt: sofort den Rettungsdienst unter 112 verständigen.
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