Geschichten aus der Klinik

Mit Herz und Hand – wie „menschmedius“, der Förderverein der Medius-Kliniken, in Nürtingen und der Region Gutes tut

Vom Döner für den guten Zweck bis zur Puppe, die Leben retten hilft: Der Förderverein der medius KLINIKEN zeigt, was Dankbarkeit und Engagement bewegen können.

Der Förderverein menschmedius e.V., setzt sich seit über einem Jahr für Projekte jenseits der reinen Medizin ein. Foto: Peera - stock.adobe.com

NÜRTINGEN/KIRCHHEIM/OSTFILDERN-RUIT. Manchmal sind es die ganz einfachen Ideen, die eine große Wirkung entfalten: So wie die von Abdullah Boylu, Inhaber von City Kebap in Wendlingen. Vor knapp zwei Jahren änderte ein schwerer Autounfall das Leben des 49-jährigen Gastronoms schlagartig. Zwei komplizierte Operationen an der Halswirbelsäule und eine lange Reha lagen vor ihm – heute steht er wieder hinter dem Tresen, voller Lebensfreude und Dankbarkeit.

„Die Ärzte und Pflegekräfte in der medius KLINIK NÜRTINGEN haben mir nicht nur medizinisch hervorragend geholfen, sondern mir auch Mut gemacht, weiterzumachen“, sagt Boylu. „Das vergesse ich nie.“

Aus dieser Dankbarkeit heraus startete er eine außergewöhnliche Spendenaktion: Fünf Tage lang gingen drei Euro jedes verkauften Döners an den Förderverein menschmedius e.V. Insgesamt kamen dabei über 2.100 Euro zusammen, die Boylu schließlich aus eigener Tasche auf stolze 2.500 Euro aufrundete.

„Wenn ehemalige Patientinnen und Patienten so viel Herz zeigen, ist das die schönste Anerkennung unserer Arbeit“, freut sich Michael Grubwinkler, Geschäftsführer des Fördervereins. Auch Dr. Thomas Kaminski, Chefarzt der Wirbelsäulenchirurgie, ließ es sich nicht nehmen, seinen ehemaligen Patienten persönlich zu besuchen: „Zu sehen, wie gut es Herrn Boylu heute geht und dass er nun selbst anderen hilft, ist etwas ganz Besonderes.“

Spenden, die wirken

Der Förderverein menschmedius e.V., der sich seit über einem Jahr für Projekte jenseits der reinen Medizin engagiert, hat die ersten Spenden gezielt eingesetzt – unter anderem für eine neue Simulationspuppe im pädiatrischen Trainingszentrum Simulino in Nürtingen.

Hier lernen angehende Pflegekräfte, mit realistischen Szenarien umzugehen – vom fiebernden Baby bis zum Notfall mit Kleinkind. Die Hightech-Puppe atmet, reagiert auf Berührungen und kann sogar Puls zeigen. So können Auszubildende wichtige Handgriffe gefahrlos üben, bevor sie sie bei echten kleinen Patientinnen und Patienten anwenden.

„Solche Projekte zeigen, was möglich ist, wenn viele ein bisschen beitragen“, sagt Grubwinkler. „Ob Döneraktion oder Hightech-Puppe – am Ende geht es immer darum, den Menschen zu helfen und das Miteinander im Klinikalltag menschlicher zu machen.“

Und vielleicht denkt ja der ein oder andere Wendlinger nun beim nächsten Döner daran, dass in jedem Bissen auch ein kleines Stück gelebte Dankbarkeit steckt.

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