Fachthemen und Expertenwissen
Zum Nachschauen: Hilfe bei Depression im Alter – Kirchheimer Psychiater im Experten-Talk
Dr. Michael Buchmann, Oberarzt der Tagesklinik für Ältere an der Medius-Klinik in Kirchheim, spricht im „Gesundheit kompakt“-Livestream über „Depression im Alter – eine (un)heimliche Volkskrankheit“ und beantwortet Zuschauerfragen. Hier geht es zum Link.
NÜRTINGEN. Mit zunehmenden Lebensjahren verändert sich nicht nur der Körper, sondern mitunter auch die Psyche. Wenn Freude, Energie und Motivation nachlassen, kann mehr als eine vorübergehende Traurigkeit dahinterstecken. Möglicherweise handelt es sich um eine Altersdepression. Wie diese erkannt und behandelt wird, erklärt Dr. Michael Buchmann im „Gesundheit kompakt“-Livestream. Dieses digitale Live-Format von Medius-Kliniken und Nürtinger Zeitung ermöglicht es, bequem von zu Hause aus – oder auch von unterwegs – teilzunehmen. Dem Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie ist es wichtig, Hoffnung zu vermitteln. Er sagt: „Depression im Alter ist in sehr vielen Fällen behandelbar und der Weg zurück zu mehr Lebensfreude ist möglich.“
Praxisnahe Informationen und mutmachende Perspektiven
Bewusst hat der Experte den Titel „Depression im Alter – eine (un)heimliche Volkskrankheit“ gewählt. Denn es ist ihm ein Anliegen, das Thema aus der Tabuzone, aus der Heimlichkeit, zu holen und Aufklärungsarbeit zu leisten. Andererseits weiß er, dass die Persönlichkeitsveränderungen, welche die Erkrankung mit sich bringt, auf das Umfeld „unheimlich“ wirken können. Umso wichtiger ist es ihm, zu diesem sensiblen Thema praxisnah und mit fundierten Erkenntnissen auf verständliche Weise zu informieren und mutmachende Perspektiven für Betroffene und Angehörige aufzuzeigen.
Depressionen gehören laut dem Kirchheimer Mediziner zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im höheren Lebensalter und werden oft nicht oder erst spät erkannt. Sie entstehen nicht nur infolge belastender Lebensereignisse wie Pensionierung, dem Verlust des Partners, Krankheit oder Pflegebedürftigkeit, sondern auch durch biologische Veränderungen im Körper und im Gehirn. Die Behandlungsansätze sind vielfältig: Neben psychotherapeutischen und medikamentösen Behandlungsansätzen spielt auch die sozialpsychiatrische Unterstützung eine zentrale Rolle.
Durch den Abend führt Lia Hiller von der Nürtinger Zeitung.
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