Köngen
Altenheim in Nepal mit Spenden aus Köngen und dem Kreis Esslingen ist eröffnet
Der Köngener Jugendhausleiter Matthias Dold übergibt das Altenheim, das dank der Spenden aus Köngen und dem Landkreis Esslingen gebaut werden konnte, an den nepalischen Verein Aama Smirti Pratisthan.
KÖNGEN. Nepal ist etwa halb so groß wie Deutschland. Dafür liegt das Land am spektakulärsten Bergmassiv der Welt – dem Himalaya. Dort, genauer gesagt in der Landgemeinde Machapuchare am atemberaubend schönen Annapurna-Massiv, übergaben der Köngener Jugendhausleiter Matthias Dold und seine Lebensgefährtin Annett Köber am Samstag das Altenheim an den örtlichen Verein Aama Smirti Pratisthan.
Damit ging ein langgehegter Wünsch Dolds in Erfüllung. Er reist seit vielen Jahren nach Nepal, hat dort schon eine Schule aufgebaut und dafür gesorgt, dass den Menschen nach dem schweren Erdbeben 2015 bei Pokhara Hilfe erhalten. Immer häufiger stellte er fest, dass die nepalische Gesellschaft aus dem Gleichgewicht gerät. Da immer mehr junge Nepali im Ausland, in Dubai, in den Arabischen Emiraten oder auch in Katar arbeiten, bleiben Eltern und Großeltern zurück. Niemand ist da, der sich um sie kümmert, wenn sie sich nicht mehr selbst versorgen können.
Minister der Nepalischen Regierung bedankte sich für das Engagement
Für sie müsste es eigentlich ein Altenheim geben, dachte sich Matthias Dold. Er machte sich an die Planung. Und die Suche nach Geldgebern. Die Adolf-Ehmann-Stiftung, gegründet vom Köngener Unternehmer Kurt Ehmann, erklärte sich schließlich bereit, sich mit 400.000 Euro am Projekt zu beteiligen. Alt-Bürgermeister Hans Weil hat dafür die Weichen gestellt. Doch auch viele weitere Spender aus Köngen und dem Landkreis trugen mit dazu bei, dass das Altenheim gebaut werden konnte. Baubeginn war 2022.
Welche Bedeutung das Altenheim für die Region und das Land hat, kann man schon daran erkennen, dass die nepalische Regierung mit Prithjvi Subba Gurung einen Bundesminister zum Festakt schickte. „Der Minister versprach, dieses Projekt im Parlament vorzustellen, denn er sieht den Bedarf solcher Einrichtungen in Nepal als nationale Aufgabe als Antwort der gesellschaftlichen Veränderungen in Nepal“, berichtet Dold vom Festakt. Prithjvi Subba Gurung war erst vor sechs Tagen zum Bundesminister für Kommunikation und Informationstechnologie ernannt worden, zuvor jedoch war er Gesundheitsminister der Provinz, in der das Altenheim entstanden ist. Er hat sich persönlich bei Dold und dessen nepalischem Partner Basanta Raj Dawadi vom Verein Aama Smirti Pratisthan für deren Engagement bedankt.
Auch 400 Bürger waren gekommen, um den denkwürdigen Tag mitzuerleben. Sie waren dankbar dafür, dass in ihrer Gemeinde Machapuchare ein solches Haus gebaut werden konnte und damit die Versorgung älterer Menschen sichergestellt ist. „Das Pilotprojekt Altenheim in Nepal kommt genau zum richtigen Zeitpunkt“, sagte ein deutsch sprechender Nepali zu Dold.
Als einer der nächsten Schritte steht die Fertigstellung der Außenanlage an. Auch müssen die Zimmer, der Speiseraum und die Küche eingerichtet werden. Eine im Altenheim ansässige Arztpraxis muss noch ausgestattet werden. Die ersten Bewohner sollen im März einziehen.
Wer dafür spenden möchte, kann dies über den Verein Asha Varadhi tun. Das Stichwort lautet „Nepal“. Wer eine Spendenbescheinigung wünscht, sollte auf der Überweisung seine Adresse vermerken. Die Kontonummer gibt es unter www.asha-varadhi.com.
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