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Das Parkhaus blüht: Aichtaler Auszubildende wird in Stuttgart geprüft

Elena Wegmann vom „Blumenlädle“ in Aichtal hat die Abschlussprüfung für Floristinnen bei der IHK in Stuttgart abgelegt. Wie die Prüfung verlief und ob sie vorhat, ihre Zukunft weiterhin blumig zu gestalten.

Erfolgreich bestanden: Elena Wegmann mit ihrem in der Prüfung gefertigten Gedenkkranz. Foto: privat

STUTTGART/AICHTAL. Mit einem Parkhaus wird klassischerweise schummriges Licht und schlechte Luft assoziiert. Nicht so jedoch in der Parkeinrichtung der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Stuttgart. Die Luft riecht anstatt nach Abgasen nach frischen Blumen. Statt Autos stehen beeindruckende Abschlussarbeiten aus farbenfroher Flora in den Parklücken. Im Licht der Neonröhren erstreckt sich ein Blütenmeer, zwischen dem gestresste Auszubildende herumwuseln. Fünf Minuten vor Prüfungsende bildet sich ein interessantes Bild auf dem zweiten Parkdeck des IHK-Sitzes. Mittendrin: Elena Wegmann, die ihre Ausbildung beim „Blumenlädle“ von Claudia Müller in Aichtal absolviert hat. „Es war ein langer und anstrengender Tag“, berichtet die sichtlich geschaffte 19-Jährige kurz nach Prüfungsende.

Das wurde geprüft

Die Prüfung bestand aus vier Aufgaben, die sich über den ganzen Tag erstreckten. Beispielsweise mussten die Auszubildenden sowohl einen klassischen Strauß binden und eine komplexe Bepflanzung eines Gefäßes präsentieren. Wegmann entschied sich des Weiteren für einen Gedenkkranz, den sie unter anderem aus Hortensien, Rosen und Dahlien fertigte. „Es war eine handwerklich schwierige Aufgabe, da die Gesamtkonzeption der Blumen passen und der Kranz rund sein muss“, resümiert Wegmann.

Die Vorbereitung für die Abschlussprüfung begann sie bereits vor mehreren Monaten, indem sie anfing, in ihrem Ausbildungsbetrieb ein Konzept auszuarbeiten. „Einfach war es natürlich nicht, während der Vollzeitarbeit noch so ein großes Projekt zu planen.“ Besonders, weil die gezeigten Abschlussarbeiten wenig mit dem Alltag im Blumenladen zu tun hätten. Monatelange Planungen für derart große Werke seien von Kunden kaum gefragt. „Die Qualität der Abschlussarbeiten muss sehr hoch sein, wir müssen zeigen, was wir gelernt haben.“ Genau das tat die 19-Jährige und erhielt ein paar Stunden nach Prüfungsende die erfreuliche Nachricht: Bestanden. Die zeitintensive Vorbereitung während ihrer dreijährigen Ausbildung in Aichtal hat sich also gelohnt.

Elena Wegmann will dem Beruf in Zukunft treu bleiben

In Zukunft hat sie, trotz Kritik an der Berufspraxis, vor, dem Beruf treu zu bleiben. „Floristik ist nicht immer so blumig, wie es scheint“, verrät Elena Wegmann. Dennoch sei sie fasziniert von dem Handwerk der Floristik, deshalb habe sie den Beruf auch ergriffen. Besonders der Kontakt zu Kunden und die Verbindung zu Blumen würden ihr gefallen. „Blumen reduzieren einfach Stress“, schwärmt sie nach der bestandenen Prüfung. Jetzt, wo sie die Ausbildung abgeschlossen hat, wird sie in Zukunft bei einem Floristen in Filderstadt in den normalen Berufsalltag einsteigen.

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