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Backhaus der Samariterstiftung in Oberensingen feierte zehn Jahre

Das Quartiersprojekt Backhaus Oberensingen feierte mit einem Fest sein zehnjähriges Bestehen. Die Samariterstiftung hat einen Ort der Begegnung geschaffen.

Natürlich gab es zur Feier des Tages frisch gebackenes Brot. Foto: Samariterstiftung

NT-OBERENSINGEN. Ein Backhaus als Ort der Begegnung – das war die Intention der Samariterstiftung, als sie 2012 mit Unterstützung durch SWR, „Licht der Hoffnung“, weitere Kooperationspartner und ehrenamtlich Engagierte das Backhaus im Oberensinger Samariter-Park gebaut hat.

Mit einem Backhausfest wurde nun das zehnjährige Bestehen gefeiert. Der Duft von frisch gebackenem Holzofenbrot empfing die Besucherinnen und Besucher. Mit beteiligt an der Organisation waren das Dr.-Vöhringer-Heim und die Wohnstätte Oberensingen der Samariterstiftung, die Stiftung Zeit für Menschen, der Förderverein des Dr.-Vöhringer-Heims und das Bürgerhaus Krone.

Neben frisch gebackenem Backhausbrot gab es Wissenswertes zur Geschichte und Entstehung des Backhauses und vor allem lebhafte Gespräche bei Kaffee und Kuchen und beschwingter Musik vom Duo SaHaRa mit Sandra Linsenmayer und Hans-Rainer Seelig. Das Brot wurde vom ehrenamtlichen Backhaus-Team des Dr.-Vöhringer-Heims gegen eine kleine Spende abgegeben.

Oktavia Eichel, ehemalige Hausleiterin der Wohnstätte Oberensingen und als treibende Kraft quasi die „Geburtshelferin“ des Backhauses, berichtete über die Entstehung des Projekts.

„Es ist ein zentrales Motiv der Samariterstiftung, Menschen miteinander in Kontakt zu bringen“, sagte Jürgen Schlepckow, Vorstand Eingliederungshilfe der Samariterstiftung, in seinem Grußwort. Früher sei das Backhaus ein wichtiger Treffpunkt in den Gemeinden gewesen. In diesem Sinn soll auch das Backhaus im öffentlich zugänglichen Samariter-Park offen sein für die Oberensinger. Die Kinder gestalteten und bemalten Bäckermützen, bastelten herbstliche Drachen und bunte Pilze.

Auch Nürtingens Oberbürgermeister Dr. Johannes Fridrich genoss den sonnigen Nachmittag beim Backhausfest: „Ich komme sehr gerne mit meiner Familie zu den Veranstaltungen auf dem Samariter-Gelände“, bestätigte er. Er schätzt besonders den generationenübergreifenden Austausch und betonte die Nachhaltigkeit des Backhaus-Projekts: „In diesen zehn Jahren wurden viele Begegnungen möglich“, so der OB.

Der Backhaus-Ofen wird häufig angeheizt. Ein mehrköpfiges ehrenamtliches Team backt regelmäßig für die Bewohner des Dr.-Vöhringer-Heims, die das Beisammensein sehr genießen. Das regelmäßige Backen gehört auch zum therapeutischen Angebot der Tagesstruktur der Wohnstätte Oberensingen. Sogar das Holz fürs Backhaus wird selbst im Wald geschlagen und zur Trocknung gelagert.

Das Backhaus entstand durch viele helfende Hände

Vor zehn Jahren setzte sich im Rahmen von „SWR in Aktion“ der Sender dafür ein, dass soziale Einrichtungen einen Traum realisieren können – so auch in Oberensingen. Das SWR-Team mobilisierte damals Schüler, Azubis, Handwerker und Firmen vor Ort, die sich gemeinsam mit vielen engagierten Bürgern mächtig ins Zeug gelegt haben. So entstand innerhalb einer Woche das Backhaus. Der Baufortschritt konnte täglich live im SWR-Fernsehen verfolgt werden.

Einen Teil der Kosten übernahm die Aktion „Licht der Hoffnung“, die Spendenaktion der Nürtinger und Wendlinger Zeitung. Durch den Einsatz des Fördervereins des Dr.-Vöhringer-Heims konnte dann im Sommer 2017 der Platz rund um das Backhaus vergrößert und neu gestaltet werden. Der Umbau des Platzes wurde ebenfalls unterstützt vom Rotary Club Kirchheim/Teck-Nürtingen und den Mitgliedern des Rotaract Nürtingen. pm

Das Backhaus steht auch für die Oberensinger Bürgerschaft zur Verfügung. Nach Absprache können alle, die Spaß am Backen haben, den Platz nutzen. Kontakt: Heike Bazlen, Koordination Bürgerhaus Krone Oberensingen, Telefon (0 70 22) 9 41 46 20, E-Mail: heike.bazlen@samariterstiftung.de.

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