Matthias Gastel, Filderstadt. Zum Artikel „Lehrer fürchten Qualitätsverlust“ vom 4. Februar. Dass angehende Erzieherinnen und Erzieher während ihrer Ausbildung eine Vergütung erhalten und damit Auszubildenden anderer Berufe gleichgestellt werden, ist zu begrüßen. In einigen Punkten führen die Änderungen in der Erzieherausbildung jedoch zu falschen Entwicklungen und laufen den Bemühungen um mehr pädagogische Qualität zuwider: So sollen die Auszubildenden bereits im ersten Ausbildungsjahr voll als Fachkräfte angerechnet werden können, wodurch die Notwendigkeit einer guten Ausbildung im Erziehungsbereich an sich faktisch in Frage gestellt wird.
Richtig wären: Anrechnung der angehenden Erzieherinnen und Erzieher auf den Fachkräfteschlüssel beispielsweise erst ab dem zweiten Ausbildungsjahr sowie Praktika von jeweils mindestens sechs Wochen Dauer in verschiedenen erzieherischen Arbeitsfeldern (U3-Bereich, Kindergarten, Schulkinder/Jugendliche und Heimerziehung). Und schließlich sollten die Änderungen in der Ausbildungsstruktur zunächst einmal in einer überschaubaren Anzahl von Schulen erprobt und sauber evaluiert werden. Im Mittelpunkt muss stehen, mehr geeignete Menschen für die Erziehungsberufe zu gewinnen und diese mit einer guten Ausbildung breit zu qualifizieren.
Leserbriefe | 12.01.2026 - 05:00
Stimme der Betroffenen fehlt
Jürgen Merkle, Neuffen.
Über die Zukunft unserer Rente beraten 13 Personen – aber keine einzige gewählte Vertretung der Versicherten, keine Gewerkschaften, keine Sozialverbände. Den Vorsitz führen Constanze Janda, Sozialrechtsprofessorin und ...
Leserbriefe | 12.01.2026 - 05:00
Angriff auf unsere Werte
Christian Rau, Nürtingen. Zum Artikel „Regenbogenfahne an Kirche zerstört“ vom 3. Januar.
Gerade haben wir Weihnachten und den Jahreswechsel hinter uns gebracht und uns alle – davon gehe ich einmal aus – ein friedvolles und glückliches Jahr 2026 ...