Klaus von Sichart, Neckartenzlingen. Zum Artikel „Stadtbummel mit Zwergenaufstand“ vom 13. Januar. Der interessante Bericht über die Europäische Kulturhauptstadt 2016 Wroclaw erinnerte mich an eine denkwürdige Begegnung in dieser Stadt: Auf einer Studienfahrt durch Polen entdeckten wir 2003 in Wroclaw, dem ehemaligen Breslau, Plakate, die auf ein Konzert hinwiesen. Die Hauptfläche des großen Plakates nahm ein berühmtes Bild des Breslauer Malers Adolf Menzel ein: das Flötenkonzert Friedrichs des Großen in Sanssouci!
Der Preußenkönig wirbt in Polen für ein Konzert. Wir waren sprachlos. Doch dann erkannten wir: Friedrich der Große hatte große Teile Polens in seiner Herrschaft, die genauso verwaltet wurden wie die deutschen Teile. Es gab zum Beispiel mehr Volksschulen im preußischen Polen als vorher. Die Unterrichtssprache war selbstverständlich Polnisch. Nationalismus war dem Preußenkönig fremd und jeder sollte nach seiner eigenen Fasson selig werden. Auch diese objektive Sicht auf die Geschichte ist einer Kulturhauptstadt würdig.
Leserbriefe | 12.01.2026 - 05:00
Stimme der Betroffenen fehlt
Jürgen Merkle, Neuffen.
Über die Zukunft unserer Rente beraten 13 Personen – aber keine einzige gewählte Vertretung der Versicherten, keine Gewerkschaften, keine Sozialverbände. Den Vorsitz führen Constanze Janda, Sozialrechtsprofessorin und ...
Leserbriefe | 12.01.2026 - 05:00
Angriff auf unsere Werte
Christian Rau, Nürtingen. Zum Artikel „Regenbogenfahne an Kirche zerstört“ vom 3. Januar.
Gerade haben wir Weihnachten und den Jahreswechsel hinter uns gebracht und uns alle – davon gehe ich einmal aus – ein friedvolles und glückliches Jahr 2026 ...