Wirtschaft

Neues Terminal entspannt Betrieb am Frankfurter Flughafen

Mehr Platz am größten deutschen Flughafen: Der Betrieb hat sich entzerrt. Boris Roessler/dpa
Nach den hessischen Osterferien zieht Condor in das neue Frankfurter Terminal 3 um. (Archivbild) Andreas Arnold/dpa

Das rund vier Milliarden Euro teure Terminal 3 am Frankfurter Flughafen ist seit der Eröffnung im April von rund 4,4 Millionen Passagieren genutzt worden. Damit ist der auf eine Jahreskapazität von 19 Millionen Kunden ausgelegte Komplex zwar noch lange nicht ausgelastet, aber die Betreibergesellschaft Fraport hat sich dennoch hochzufrieden mit dem Start gezeigt. «Das Terminal 3 ist ein Riesenerfolg. Die Prozesse haben sich gut eingefahren», sagte Fraports Betriebsvorstand Dietmar Focke.

Seit der Eröffnung wurde die Abfertigung von 57 Airlines an das neue Terminal verlegt. In vier Wellen mussten die Gesellschaften von anderen Teilen des Flughafens in das Terminal im Süden umziehen, das alleine mehr Kapazität anbietet als der gesamte Hamburger Flughafen. Die nächste Herausforderung steht im April 2027 an, wenn die zweitgrößte deutsche Airline Condor ihren Betrieb vollständig in das Terminal 3 verlegt. 

Der einstige Ferienflieger betreibt ähnlich wie die weit größere Lufthansa in Frankfurt ein Drehkreuz, füllt also Langstreckenjets mit Zubringerflügen aus ganz Europa. Dazu braucht es kurze Umsteigezeiten mit zuverlässigen Gepäck- und Passagierprozessen. «Wir kämpfen um jede Minute», sagte Focke auch über die Abfertigungsprozesse am übrigen Flughafen, der im laufenden Jahr erneut von rund 63 Millionen Passagieren genutzt werden wird. 

Der zusätzliche Platz habe den gesamten Betrieb auch im Norden spürbar entlastet, berichtete der Vorstand. Flugzeuge müssten deutlich seltener geschleppt und umgeparkt werden als zuvor. Passagier müssen nicht mehr so häufig lange Busfahrten absolvieren. Mit einer Pünktlichkeit von 73,4 Prozent im Sommer sei man deutlich über dem Niveau aus dem Vorjahr und endlich wieder in der Spitzengruppe der europäischen Drehkreuzflughäfen.

© dpa-infocom, dpa:261106-930-954465/1

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