Die Bundesregierung verhandelt nach Angaben des Wirtschaftsministeriums weiter über einen Einstieg beim deutsch-französischen Panzerbauer KNDS. «Wir sind hier in guten Gesprächen mit der Familie», sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums in Berlin. Deutschland wolle auf Augenhöhe mit Frankreich agieren und strebe deshalb ebenfalls eine Beteiligung von 50 Prozent an. Zu Vertragsdetails könne sie sich aktuell nicht äußern, da die Verhandlungen noch liefen.
Der französisch-deutsche Panzer- und Geschützhersteller KNDS produziert unter anderem den Kampfpanzer Leopard 2 und die Panzerhaubitze 2000. Er ist nach früheren Angaben des Verteidigungsministeriums einer der größten Auftragnehmer der Bundeswehr. Ein Einstieg des Bundes soll Technologien, Arbeitsplätze und Standorte sichern. Zuletzt hatte das «Handelsblatt» berichtet, die Beteiligung solle noch im November unterschriftsreif sein.
KNDS entstand 2015 durch die Fusion von Krauss-Maffei Wegmann und dem französischen Unternehmen Nexter, das Kürzel geht auf KMW Nexter Defense Systems zurück. Aktuell befindet sich KNDS jeweils zur Hälfte im Eigentum der deutschen Familie hinter Krauss-Maffei Wegmann sowie des französischen Staates. Der Konzern beschäftigt gut 11.000 Menschen und erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro.
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