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Pisa-Studie: Was ist das?

Für Pisa 2025 wurden 6.700 Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 Jahren getestet. (Symbolbild) picture alliance / dpa

Pisa ist in Deutschland die vielleicht bekannteste Bildungsstudie, seit das schwache Abschneiden im Jahr 2000 die Nation der Dichter und Denker in Selbstzweifel stürzte: der sogenannte Pisa-Schock. Unter dem Dach der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wurden seither weltweit etwa alle drei Jahre Hunderttausende Schüler im Alter von 15 Jahren getestet. An diesem Dienstag werden die neuesten Ergebnisse veröffentlicht. Einige Antworten vorab im Überblick:

Pisa steht für Programme for International Student Assessment. Das Alter 15 Jahre wurde für die Vergleichstests gewählt, weil dann meist die Schulpflicht endet. Die Studie versucht, Grundkompetenzen zu erfassen. Immer dabei sind 
Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. Jeweils eines der drei Felder wird genauer beleuchtet, diesmal die naturwissenschaftliche Kompetenz.

Zusätzlich wird jeweils ein vierter Schwerpunkt gesetzt. In Pisa 2025 ist es diesmal das modellbasierte Problemlösen als Teil des «Lernens in der digitalen Welt». In Deutschland wurde auch die Fremdsprachenkompetenz Englisch getestet. Die Englisch-Ergebnisse kommen aber erst 2027. Verantwortlich für den deutschen Teil der Studie ist das Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien an der Technischen Universität München.

Die jüngsten Tests legten im April und Mai 2025 weltweit mehr als 760.000 Schülerinnen und Schüler in 91 Staaten und Regionen ab, darunter die 38 OECD-Staaten. Die Ergebnisse werden immer im Folgejahr veröffentlicht – die aktuelle Studie heißt also Pisa 2025, obwohl sie erst 2026 vorliegt.

In Deutschland nahmen rund 6.700 15-Jährige an etwa 250 Schulen teil. Die Stichprobe ist nach Angaben der Studienmacher repräsentativ für die Altersgruppe. Die Tests am Computer dauern zwei Stunden. Ein Teil ist Multiple-Choice, also das Ankreuzen der richtigen Antwort bei mehreren vorgegebenen Möglichkeiten. Daneben gibt es Fragen, zu denen die Schülerinnen und Schüler frei eine Antwort formulieren müssen. Die Schüler werden auch zu Lernbedingungen, Einstellungen und zu dem Wohlstand ihrer Familie befragt, ebenso Lehrer und Eltern.

Die Ergebnisse der jüngsten Vorgängerstudie von 2022 kurz nach der Corona-Pandemie waren schlecht – so schlecht wie noch nie bei Pisa in Deutschland. In Mathematik stürzten die deutschen Schülerinnen und Schüler damals besonders ab: Sie erreichten einen Punktwert von 475 im Vergleich zu 500 bei der vorherigen Pisa-Studie. Im Lesen kamen sie auf 480 (498) und in Naturwissenschaften auf 492 (503). Trotzdem lag Deutschland bei Pisa 2022 nahe am OECD-Durchschnitt und teils darüber.

© dpa-infocom, dpa:260908-930-649928/1

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