Schauspielerin Katja Riemann und der ehemalige Fußballnationalspieler Tim Borowski vertreten Bremen bei der Wahl des neuen Staatsoberhaupts. Die Bremer SPD-Fraktion nominierte die Künstlerin für die Bundesversammlung, die CDU-Fraktion im kleinsten Bundesland entschied sich für den Ex-Werder-Profi.
Riemann ist kein SPD-Mitglied, bringt sich aber immer wieder politisch ein. Zuletzt moderierte die 63-Jährige den Festakt zum Tag der Deutschen Einheit in der Hansestadt. «Sie ist in Bremen geboren, eine der bekanntesten deutschen Schauspielerinnen, Sängerinnen und Autorinnen - und sie ist vor allem auch ein politischer Mensch, dem die Demokratie in unserem Land sehr am Herzen liegt», begründete Bremens SPD-Fraktionschef Mustafa Güngör die Entscheidung.
Die CDU-Fraktion schickt Borowski zur Wahl nach Berlin. Der Deutsche Meister und DFB-Pokal-Sieger ist eng mit Bremen verbunden, er spielte jahrelang für Werder Bremen und trainierte unter anderem die U17-Mannschaft des Vereins.
Bremen darf insgesamt fünf Mitglieder für die Bundesversammlung aufstellen. Neben Riemann und Borowski werden Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD), die Bremer CDU-Fraktionsvorsitzende Wiebke Winter sowie Literaturwissenschaftlerin Maimuna Sallah als Kandidatin der Grünen abstimmen. Sallah gehört zum Leitungsteam der «Schwarzen Kinderbibliothek» in Bremen, die als erste Einrichtung bundesweit ausschließlich Kinder- und Jugendliteratur etwa über das Leben von Schwarzen anbietet.
Über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am 30. Januar 2027 entschieden. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) legte bereits fest, dass eine Frau das höchste Amt in Deutschland übernehmen soll. Einen konkreten Namen nannte er bisher nicht.
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