Einer der fünf unter Terrorverdacht nahe einer US-Luftwaffenbasis in Großbritannien festgenommenen Männer soll Medienberichten zufolge selbst den Notruf gewählt und eine mutmaßlich geplante Tat damit vereitelt haben. Laut bisherigen Angaben waren die Festnahmen erfolgt, nachdem eine Anwohnerin den Notruf gewählt hatte, weil sie am frühen Sonntagmorgen drei Lieferwagen und eine Gruppe maskierter Männer in der Nähe des Stützpunkts gesehen hatte. Nach Informationen der britischen Tageszeitung «The Times» war die Polizei zu dem Zeitpunkt aber bereits vor Ort, weil der Verdächtige fast eine Stunde zuvor angerufen hatte.
Wie die Zeitung weiter berichtete, soll sich die polizeiliche Untersuchung darauf konzentrieren herauszufinden, ob die fünf Männer im Auftrag des Iran gehandelt haben oder andere Motive hinter der vereitelten Tat standen. Unklar war demnach zunächst auch das Motiv des Verdächtigen für den Anruf bei der Polizei.
Die britischen Behörden hielten sich bislang mit Äußerungen zu den möglichen Hintergründen stark zurück und warnten vor voreiligen Schlüssen. Der Luftwaffenstützpunkt diente den USA im laufenden Konflikt als Ausgangspunkt für Angriffe auf das Land.
Die Männer waren in der Nacht zum Sonntag nahe dem von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkts RAF Fairford aufgegriffen worden. Sie werden der Vorbereitung einer terroristischen Tat verdächtigt, ermittelt wird auch wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz. Das von den Männern mitgeführte verdächtige Material hat sich jedoch laut Polizei nicht als funktionsfähiger Sprengstoff herausgestellt.
«Wir können bestätigen, dass keine improvisierten Sprengsätze gefunden wurden. Wir haben eine Menge eines Brandbeschleunigers, nämlich Benzin, gefunden und diesen im Rahmen unserer Ermittlungen sichergestellt», sagte der Leiter der Anti-Terror-Einheit, Assistant Commissioner Laurence Taylor, in einer Stellungnahme am Dienstag.
Die Festgenommenen sind laut Angaben der Polizei britische Staatsbürger, zwischen 23 und 25 Jahren alt und haben einen Wohnsitz in der Hauptstadt London. Sie wurden inzwischen unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt.
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