WOLFSCHLUGEN. Bei einer stimmungsvollen Sommer-Serenade auf dem Schulhof vor der Aula der Grundschule präsentierte das Aktive Orchester des Musikvereins Wolfschlugen unter der Leitung von Dirigent Mathias Stelzer ein anspruchsvolles und zugleich unterhaltsames Programm, das eindrucksvoll die große Bandbreite der Blasmusik zeigte.
Mit der lebhaften Ouvertüre „Joy of Music“ von Jan Hadermann gelang den Musikerinnen und Musikern ein schwungvoller Auftakt und das Werk machte seinem Titel alle Ehre, denn es zeigte von den ersten Takten an die Spielfreude und Motivation des Orchesters.
Noch einige Stunden vorher hatte man aufgrund der eher durchwachsenen Wetteraussichten um die Durchführung als Open-Air-Konzert gebangt, aber die Schlechtwetterwolken verzogen sich rechtzeitig. Dennoch wurde es schnell einige Grad kälter – zumindest musikalisch gesehen. Mit Melodien aus dem Musical „Die Eiskönigin“ wurden die zahlreich erschienenen Gäste in die Welt des Musicals entführt, und auch das von der Barockmusik angehauchte rockig-poppige „Concerto d’Amore“ faszinierte durch seinen ungewöhnlichen Musikepochen-Mix.
Besonders bereichert wurde das Programm durch zahlreiche solistische Beiträge. Bei „Flying Flutes“ von Arno Hermann, dem ehemaligen Dirigenten des Musikvereins, der den Konzertabend selbst mitverfolgte, standen die Querflöten im Mittelpunkt. Kraftvoll erklang „Midnight in Moscow“, bei dem das Posaunenregister im wahrsten Sinne des Wortes zum Zug kam, und für einen besonderen Klang sorgten die jungen Tenorhornisten bei „Für Theresa“, welches eigentlich als Tubasolo komponiert wurde. Gefühlvolle Töne schlugen Eric Schäfer am Flügelhorn mit der Ballade „My Dream“ von Peter Leitner und Lea Hölzle am Altsaxofon an, die mit der Filmmusik aus „Cinema Paradiso“ das Publikum zu begeistern wusste.
Das aus der Feder von Kurt Gäble stammende Solo für drei Alphörner und Blasorchester „Begegnung“, das an diesem Abend von den fünf Alphornspielern des Musikvereins – den Albhörnlis – gekonnt interpretiert wurde, kam beim Publikum ebenso gut an, wie die vom hohen Blech dominierte, schwungvolle „Katharinen-Polka“, die ebenfalls aus Gäbles Feder stammt. Den offiziellen Abschluss bildete der traditionsreiche Grenadiermarsch „Fridericus Rex“ von Ferdinand Radeck, der mit kraftvollen Klängen einen würdigen Schlusspunkt unter das abwechslungsreiche und kurzweilige Konzertprogramm setzte.
Mit der eindrucksvollen Zugabe „Stairway to Heaven“, eingeleitet von einem gefühlvollen E-Gitarren-, Posaunen- und Flügelhorn-Intro und in ein fulminantes E-Gitarren-Solo von Michael Ocker mündend, entließen das Aktive Orchester und Dirigent Mathias Stelzer das begeisterte Publikum in einen lauen Sommerabend. Im Herbst beginnt die Probenarbeit für das Adventskonzert am 5. Dezember unter dem Motto „Christmas around the World – eine weihnachtliche Reise um die Welt“.