Leserbriefe

Zweifel an der Messung

Michael Hildebrand, Oberboihingen. Zum Artikel „Mit 190 durch die Neckarstraße“ vom 31. Oktober.

„Mit 190 durch die Neckarstraße“ war die Überschrift des Artikels zu den Geschwindigkeitsanzeigetafeln in Oberboihingen. Viele glauben das nicht. Ein Gedankenspiel: Die Neckarstraße ist circa 450 Meter lang. Subtrahiert man die 100 Meter von der Sackgasse am Neckarpark, haben wir noch 350 Meter, also die damalige Umleitungsstrecke. Dies ist mein Startpunkt. Ich nehme einen 911 GT3 und beschleunige auf 190 Kilometer pro Stunde. Dazu benötige ich dann schlappe 300 Meter. Dort müsste dann die Messtafel stehen. Und dann mache ich eine Vollbremsung von 105 Metern. Zusammen 405 Meter. Da bin ich dann in die neue Mauer an der Daimlerstraße reingefahren. Und die parkenden Autos habe ich dann im Slalom umfahren.

Es wird Geld für die Miete und das Aufstellen und Auswerten von vier Anlagen ausgegeben. Die Verwaltung beschäftigt sich mit und veröffentlicht die Daten, und der Gemeinderat diskutiert noch über andere Standorte für diese Anlagen. Ohne eine Plausibilitätsprüfung. Einfach mal nachdenken. Für eine Datenerhebung würde ich einfach geeichte Blitzer nehmen. Stehen ja zurzeit sehr viele hier in der Umgebung. Dann haben Sie eine Diskussionsgrundlage. Aber wofür? Fakt ist: Es wird zu schnell gefahren. Rechts vor links ist ein Fremdwort. Geparkt wird nach Lust und Laune. Die Schilder für „Parken in gekennzeichneten Flächen“ und „verkehrsberuhigter Bereich“ werden aufgestellt, Verstöße jedoch nicht vom Ordnungsamt abends und am Wochenende geahndet.

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