Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Zehn Euro für jedes Kind geschenkt“ vom 17. Oktober.
Frühstart-Rente – 1440 Euro in zwölf Jahren – mehr nicht. Mit viel Eigenlob hat die Merz-Regierung ein Gesetz vom Bundestag genehmigen lassen, mit dem die Kinder benutzt werden, um den Aktien-Kapitalmarkt massiv zu fördern. Als „Geschenk“ wird das Steuergeld bezeichnet, mit dem angeblich den ab 2020 geborenen Kindern mit 65 Jahren – also ab 2085 – circa 50 000 Euro für die eigene Rente zur Verfügung stehen. Darüber informiert die dpa – Deutsche Presse-Agentur – in der Nürtinger Zeitung am 17. Oktober auf der „Seite für junge Leser“ – allerdings etwas fehlerhaft: Angeblich werden dem Kind circa 2000 Euro bis zum 18. Lebensjahr geschenkt. Tatsächlich sind es aber nur 1440 Euro, da die Zahlung erst ab dem sechsten Lebensjahr beginnen soll. Insgesamt also nur zwölf Jahre mit jeweils 120 Euro. Diese 1440 Euro sollen mit Aktien auf dem Kapitalmarkt dann bis zu den genannten 50.000 Euro vermehrt werden und damit auch eine wichtige Schulung im Finanzwesen für Jugendliche und deren Eltern bewirken. Es ist allerdings fraglich, wie das funktionieren soll, denn das Geld ist gesperrt auf einem besonderen Konto bei der Bank und wird erst zum 65. Lebensjahr freigegeben. Aber die Bank ist damit natürlich profitabel am Kapitalmarkt tätig, ganz im Sinne des Gesetzes und des Kanzlers Friedrich Merz. Es bleibt spannend, wie es damit weitergeht.
Leserbriefe | 24.10.2026 - 05:00
Grenzt an Realitätsverlust
Joachim Braun, Nürtingen. Zum Leserbrief „Kanzlerschaft muss halten“ vom 17. Oktober.
Der Leserbriefschreiber zeichnet in seinem Brief ein Bild der aktuellen Politik, das mit der Lebensrealität von Millionen Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland ...