Joachim Braun, Nürtingen. Zum Leserbrief „Kanzlerschaft muss halten“ vom 17. Oktober.
Der Leserbriefschreiber zeichnet in seinem Brief ein Bild der aktuellen Politik, das mit der Lebensrealität von Millionen Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland schlicht nichts mehr zu tun hat. Friedrich Merz als den fähigsten Kanzler seit Helmut Kohl darzustellen, grenzt an Realitätsverlust. Die Bilanz dieser Kanzlerschaft spricht eine ganz andere Sprache: Entgegen allen Versprechen im Koalitionsvertrag, die Bürger nicht weiter zu belasten, stehen wir nun vor vier Steuer- und Abgabenerhöhungen. Gleichzeitig wird der Sozialstaat weiter zusammengestrichen – unter anderem durch die drastischen Kürzungspläne beim Wohngeld, die ausgerechnet die Schwächsten in unserer Gesellschaft hart treffen. Wer behauptet, dass die Milliardenhilfen für die Ukraine in Deutschland an keiner Stelle fehlen würden, führt die eigene Bevölkerung offen hinters Licht. Wer die Augen vor der Realität nicht verschließt, sieht ein Land im Abstieg: Unsere Industrie wird durch eine gescheiterte Energiewende Schritt für Schritt vor die Wand gefahren, Unternehmen wandern ab und Arbeitsplätze schwinden. Gleichzeitig rollt in den kommenden Jahren eine Welle der Altersarmut auf uns zu, während Rentnerinnen und Rentner durch Inflation und Abgaben immer weiter an den Rand gedrängt werden. Die CDU zerstört sich damit selbst. Indem sie sich auf Gedeih und Verderb an rot-grüne Konzepte hängt und ihr eigenes Profil opfert, verliert sie jede Glaubwürdigkeit. Von Führung oder eigenen Überzeugungen ist nichts mehr übrig – eine solche Politik hat in diesem Land keine Zukunft mehr.
Leserbriefe | 24.10.2026 - 05:00
Nicht wirklich Inklusion
Albrecht Balz, Nürtingen. Zum Leserbrief „Hier wird Inklusion zum Kinderspiel“ vom 17. Oktober.
Ja, es ist schön und meines Erachtens längst überfällig, dass Inklusion auf Spielplätzen selbstverständlich wird. Frau Hackenstack beklagt die fehlende ...