Dr. Erwin Müller, NT-Neckarhausen. Zur Umfrage „Befürworten Sie ein Tempolimit von 120 auf Autobahnen?“ vom 18. Mai. Dass ausgerechnet die fünf jüngeren der sechs Befragten ein Tempolimit ablehnen, hat mich in hohem Maße erstaunt. Es geht dabei doch nicht zuletzt um eine Verminderung der CO2-Belastung der Atmosphäre, und damit um die Erhaltung einer lebenswerten Erde für die jungen Menschen und ihre Kinder und kommende Generationen. Uns Ältere wird das nicht mehr betreffen.
Der vermehrte Energieverbrauch bei schnellerem Fahren ergibt sich aus der einfachen Tatsache, dass der Luftwiderstand nicht linear, sondern mit dem Quadrat der Geschwindigkeit ansteigt. Und damit steigt zwangsläufig auch der CO2-Ausstoß. Natürlich wird man durch langsameres Fahren allein die Klimakatastrophe nicht verhindern können. Aber steter Tropfen höhlt den Stein – und der Ozean besteht auch nur aus vielen Tropfen.
Und wenn dann das langsamere Fahren auch noch positive Nebeneffekte hat, wie zum Beispiel eine Verringerung der Unfallgefahr oder entspannteres Fahren für Nicht-Raser, und auch das Recht des Stärkeren nicht auch beim Auto-Fahren maßgebend wäre, dann wäre ein Tempolimit vielleicht doch keine schlechte Idee. Schließlich haben sich die übrigen europäischen Länder außer Deutschland auch etwas gedacht.
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