Leserbriefe

Stadt kürzt Bastelgeld für Kindergärten

Melanie Wolfer, Nürtingen. Nachdem wir ja alle Anfang des Jahres vom Gemeinderat beschlossenen Gebührenerhöhungen hinnehmen mussten – der eine mehr, der andere weniger –, ist es für manche Eltern, so auch für mich, unverständlich, dass den Nürtinger Kindergärten und -häusern das monatliche Bastelgeld gekürzt werden soll. Es sollen zehn Prozent eingespart werden (60 Euro pro Kindergartengruppe und Jahr). Das mag sich im ersten Moment nach nicht viel anhören, aber wenn man eh schon wenig zu Verfügung hat, dann tut noch weniger einfach extrem weh. Zumal die Eltern ab Februar 2010 fünf Prozent mehr Kindergartengebühren zahlen. Auch das hört sich nach nicht viel an, wird aber für manche Familie zum Kraftakt.

Mir ist durchaus bewusst, dass sich die Stadt in einer schwierigen Situation befindet. Sie muss sparen, um eine Neuverschuldung so gering wie möglich zu halten. Nur ist sich die Stadt ebenso bewusst, dass auch wir, egal ob Familien, Rentner, Selbständige et cetera, eine Wirtschaftskrise zu überstehen haben? In der näheren Zukunft wird es in den Einrichtungen Elterngespräche mit den Erzieherinnen geben und die Erzieherinnen werden ihre fatale Lage darstellen. Man wird versuchen, eine Lösung zu finden. Einige werden das Teegeld (das die Eltern ja noch zusätzlich bezahlen) erhöhen, andere streichen besondere Aktivitäten wie Kochtage, Laternen basteln und so weiter, weil das Geld dafür nicht mehr da ist. Deshalb wäre es ein gutes Zeichen für die Eltern, dass man sie und ihre Belange nicht gänzlich aus den Augen verliert, wenn nach der Gebührenerhöhung nicht auch noch eine Kürzung des Bastelgeldes beschlossen wird.

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