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Peter Kreuzhof, Bempflingen.
Immer wieder widmet sich die Nürtinger Zeitung dem regionalen Naturschutz. Das ist erfreulich. Der liegt ja allen Politikern von unten bis nach ganz oben am Herzen. Betrachtet man allerdings die Fakten, dann kann man schon den Eindruck bekommen, dass sich die Verantwortlichen in den zuständigen Behörden, wie Landrats- oder Forstamt, mit der Natur im Krieg befinden. Eindrucksvoll im zerwühlten Wald zwischen Großengstingen und Nebelhöhle zu sehen und ein weiteres Highlight aktiven Umweltschutzes kann zwischen Bempflingen und Mittelstadt an dem kleinen Landsträßchen bewundert werden. Dort hat man in Sorge um die Eidechsenpopulation großflächig Gräben und Wiesenstücke mit Plastikplanen abgedeckt und mit diversen Gewichten beschwert, damit der Wind diese Planen nicht wegweht. Offenbar in der Hoffnung, dass in den plastilierten Straßengräben die Eidechsen hilflos auf die Retter des Umweltamtes warten. Auf dass diese dann, wegen der vielen gefundenen Eidechsen, den Neubau des desolaten Sträßchens bremsen werden.
Es ist schon erstaunlich, mit welchem Eifer der Schutz der Eidechsen betrieben wird und zwar ohne Rücksicht auf noch andere Bodenbewohner oder Insekten. Eins ist doch sicher, unter den seit Längerem ausgebrachten Planen ist das Leben von Kleinsäugern und anderen Insekten sicher erloschen. Ein Kollateralschaden. Toller Naturschutz! Bei meinem letzten Besuch der Plastiklandschaft konnte ich allerdings ein eidechsenähnliches Wesen entdecken. Bei näherem Hinsehen entpuppte sich der kleine Schuppenträger als äußerst selten im Freien anzutreffendes Zwergkrokodil (crocodilia schleichensis). Damit dürfte sich der Straßenbau erledigt haben. Der Juchtenkäfer von Stuttgart 21 lässt grüßen. Was diese Aktion gekostet hat, wäre interessant zu erfahren.
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