Ulrike Schneider, Nürtingen. Zum Artikel „Beschwerden über Fluglärm nehmen zu“ vom 14. November.
Der Flughafen Stuttgart hat eine neue Lärmschutzbeauftragte. Diese teilt nun mit, dass 85 Prozent der Lärmbeschwerden aus Orten stammen, die einen räumlichen Bezug zur neuen Abflugroute Tedgo neu haben. Tedgo neu erregt zu Recht die Gemüter derjenigen, die nun von zusätzlichem Lärm und einer skandalös nicht umgesetzten Abstimmung betroffen sind. Wen wundert es da, dass der bisherige Lärmschutzbeauftragte gegangen ist? Die Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger, die unter dem Fluglärm leiden, war über Monate hinweg nicht besetzt. So viel dazu, wie ernst wir genommen werden.
Die Politik kümmert es nicht. Die Fluggesellschaften kümmert es nicht. Und Christof Bolay kümmert es am allerwenigsten.
Wenn sich nun ein Bürger aus Wendlingen zu Wort meldet und der Initiative „Vereint gegen Fluglärm“ Egoismus vorwirft, wirkt das geradezu putzig. Wendlingen profitiert von der neuen Flugroute – andere hingegen haben nun den Krach über ihren Dächern. Denjenigen, die sich für Demokratie und Recht einsetzen, Egoismus vorzuwerfen, ist daher bodenlos.
Nach dem Motto „Verschon mein Haus, zünd andere an“ handeln die Gemeinden, die von Tedgo neu nun profitieren. Vielleicht fahren sie ja tatsächlich alle mit dem Fahrrad in den Urlaub. Dann allzeit gute Fahrt – mit hoffentlich schlechtem Gewissen.
Leserbriefe | 30.05.2026 - 05:00
Bunker statt Blindflug
Sibylle Heller-Scheufele. Zum Artikel „Das Munitionsdepot ist halb mit Erde bedeckt“ vom 19. Mai.
Ich bin doch ein wenig verwundert, warum man in diesen unsicheren Zeiten vorhandene Bunker für viel Geld unter Erdaushub vergräbt. Gleichzeitig gibt es ...
Leserbriefe | 30.05.2026 - 05:00
Staatsräson darf kein Schweigen bedeuten
Gerhard Härer, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Rechte Regierung schürt rechte Gewalt“ vom 22. Mai.
Vielen Dank für diesen Beitrag! Vorab: Die immer wieder aufgeführte „Staatsräson“ verstehe ich so, dass der Staat Israel mit seinen mehrheitlichen ...