Kai Hansen, Nürtingen. Zum Artikel „Hohe Dunkelziffer bei Sozialhilfebetrug“ vom 13. Juli.
Noch einmal zur angeblich hohen Dunkelziffer beim Sozialbetrug: Jüngste Erhebungen zeigen, dass der Sozialbetrug bei 100 bis 200 Millionen Euro jährlich liegt. Die Dunkelziffer wird von einigen Instituten im niedrigen Milliardenbereich gesehen. Warum steigt das wohl an? Dagegen muss die Steuerhinterziehung und illegale Steuervermeidung (das ist Steuerbetrug) in Deutschland zwischen 50 und 100 Milliarden Euro pro Jahr gehalten werden.
Wenn also in unseren Zeitungen gegen Sozialausgaben gewettert wird, dann ist das nicht zahlenbasiert, sondern politisch motiviert oder schlicht verlogen. Auf Unachtsamkeit sollte sich keine der Parteien und kein Presseorgan herausreden. Solange sich hohe und finanziell abgesicherte Einkommensgruppen leisten, gegen sozial Schwächere Stimmung zu machen, solange wird der unsägliche autoritäre, ausgrenzende Politikstil zu unser aller Schaden immer mehr Zulauf erhalten. Das nennt man Sägen an dem Ast, auf dem man sitzt. Wir sind längst schon in der braunen Dunkelzifferzone angelangt.
Leserbriefe | 25.07.2026 - 05:00
Musik wird nicht reichen
Maike Pfuderer, Stuttgart. zum Artikel „Ich will junge Leute in die Kirchen holen“ vom 18. Juli.
Popmusik ist eine gute Sache – nur ob sie die Kirche vor weiterem Mitgliederschwund bewahren wird? Als ehemalige Angehörige der Landeskirche habe ich da ...
Leserbriefe | 25.07.2026 - 05:00
Wie es zum Naturhotel kam
Fritz Eisele, Nürtingen. Zum Artikel „Die große und die kleine Politik im Blick“ vom 10. Juli.
Sieben Jahre nach Ende der Amtszeit als OB wäre es gut, wenn man im Rückblick auf sein Wirken bei den Tatsachen bliebe. In dem Interview entsteht der ...