Maike Pfuderer, Stuttgart. Zum Leserbrief „KI kann man nicht trinken“ vom 26. August.
KI kann man nicht trinken – aber sachlich beurteilen. Es stimmt: Rechenzentren benötigen Kühlung und können erhebliche Mengen Wasser und Energie verbrauchen. Darauf weist Peter Främke zu Recht hin. Das habe ich jedoch keineswegs bestritten. Wer über die Chancen der KI spricht, leugnet damit nicht ihre ökologischen Risiken. Der von Herrn Främke angeführte Beitrag bei „Manova“ ist allerdings kein wissenschaftlicher Fachartikel, sondern ein polemischer Meinungsbeitrag. Die darin aufgestellte Behauptung, jeder zur Kühlung verwendete Liter Trinkwasser werde kontaminiert und für Menschen, Tiere und Pflanzen unbrauchbar, ist in dieser Pauschalität falsch.
Rechenzentren arbeiten mit unterschiedlichen Kühlverfahren. Bei der Verdunstung wird Wasser weder zwangsläufig verunreinigt noch gar „vernichtet“. Richtig ist deshalb: KI muss ökologisch verantwortungsvoll eingesetzt und ihre Infrastruktur muss streng reguliert werden. Dafür braucht es transparente Verbrauchsdaten, wassersparende Kühlung, erneuerbare Energien und eine verantwortliche Standortwahl. KI kann menschliche Intelligenz unterstützen, aber nicht ersetzen. Ihre Chancen zu nutzen und ihre Risiken zu begrenzen, bleibt unsere Aufgabe. Natürliche Intelligenz zeigt sich dabei zuerst in der sorgfältigen Prüfung von Quellen.
Leserbriefe | 08.09.2026 - 05:00
Wenn sich Leistung lohnen muss
Uwe Jirikovsky, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Viel Zank und wenig Entlastung“ vom 3. September.
SPD und CDU versprechen, die arbeitende Mitte spürbar zu entlasten. Finanzminister Klingbeil stellt Familien „bis zu 600 Euro“ Entlastung in Aussicht, ...
Leserbriefe | 08.09.2026 - 05:00
DDR-Annäherungen – ein Bürgerbegehren?
Helmut Weber, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Ein Wahlkampf, der vor allem eine Warnung ist“ vom 26. August.
Wenn Politiker den Mund zu voll nahmen und einer finanziell gescheiterten DDR „blühende Landschaften – ad hoc“ versprachen, war für ...