Maike Pfuderer, Stuttgart. Zum Leserbrief „KI kann man nicht trinken“ vom 26. August.
KI kann man nicht trinken – aber sachlich beurteilen. Es stimmt: Rechenzentren benötigen Kühlung und können erhebliche Mengen Wasser und Energie verbrauchen. Darauf weist Peter Främke zu Recht hin. Das habe ich jedoch keineswegs bestritten. Wer über die Chancen der KI spricht, leugnet damit nicht ihre ökologischen Risiken. Der von Herrn Främke angeführte Beitrag bei „Manova“ ist allerdings kein wissenschaftlicher Fachartikel, sondern ein polemischer Meinungsbeitrag. Die darin aufgestellte Behauptung, jeder zur Kühlung verwendete Liter Trinkwasser werde kontaminiert und für Menschen, Tiere und Pflanzen unbrauchbar, ist in dieser Pauschalität falsch.
Rechenzentren arbeiten mit unterschiedlichen Kühlverfahren. Bei der Verdunstung wird Wasser weder zwangsläufig verunreinigt noch gar „vernichtet“. Richtig ist deshalb: KI muss ökologisch verantwortungsvoll eingesetzt und ihre Infrastruktur muss streng reguliert werden. Dafür braucht es transparente Verbrauchsdaten, wassersparende Kühlung, erneuerbare Energien und eine verantwortliche Standortwahl. KI kann menschliche Intelligenz unterstützen, aber nicht ersetzen. Ihre Chancen zu nutzen und ihre Risiken zu begrenzen, bleibt unsere Aufgabe. Natürliche Intelligenz zeigt sich dabei zuerst in der sorgfältigen Prüfung von Quellen.
Leserbriefe | 17.10.2026 - 05:00
Teuer und nicht treffsicher
Roger Schneider, Wendlingen. Zum Artikel „Bundesregierung beschließt Neuauflage des Tankrabatts“ vom 26. September.
Der Tankrabatt 3.0 soll Benzin und Diesel vorübergehend um rund 17 Cent je Liter verbilligen. Für Menschen, die auf dem Land wohnen, ...
Leserbriefe | 17.10.2026 - 05:00
Es fehlt der politische Wille
Hartmut Wirsching, Beuren. Zum Artikel „Große Pflegereform vertagt: Mehr Beiträge für Kinderlose“ vom 1. Oktober.
Diese Schlagzeile verdeutlicht beispielhaft, dass in fast allen gesellschaftlichen Bereichen wie Pflege, Bildung, Rente, sozialem ...