Ralf Epple, Frickenhausen.
Wenn ein Land Geld benötigt, sind Steuererhöhungen ein legitimes, nachvollziehbares Mittel. Am besten bei denen, die genügend Geld haben und sich vieles leisten können, wovon andere nicht einmal zu träumen wagen. Auf deren Spendenbereitschaft jedenfalls kann das Volk nicht zählen. Zur Vorstellung der aktuellen Situation nenne ich eine Villa mit tollem Pool, wohingegen die Kommune selbst die finanziellen Mittel nicht zusammenbekommt, um das örtliche Kleinschwimmbecken zu sanieren – und es schließen muss. Einen Steueraufschlag auf teure Villen halte ich jedoch nicht für ausreichend. Zu komplex sind die Berechnungsmodelle bei Steuern und Abschreibungen – mit den üblichen Schlupflöchern. Eine Luxussteuer auf Luxusgüter dagegen, wodurch beispielsweise generell ein Aufschlag von beispielsweise fünf Prozent auf die Mehrwertsteuer fällig wären, würde nur diejenigen treffen, die sich tatsächlich Luxus leisten können. Ob teuren Schmuck, Supersportwagen, ein drittes Feriendomizil, Yachten, Kunstwerke aus Auktionen – jeder wüsste, was auf ihn zukäme und könnte mit einer Luxussteuer indirekt eben auch das Lehrschwimmbecken erhalten helfen. Und damit übrigens auch Arbeitsplätze.
Leserbriefe | 30.05.2026 - 05:00
Bunker statt Blindflug
Sibylle Heller-Scheufele. Zum Artikel „Das Munitionsdepot ist halb mit Erde bedeckt“ vom 19. Mai.
Ich bin doch ein wenig verwundert, warum man in diesen unsicheren Zeiten vorhandene Bunker für viel Geld unter Erdaushub vergräbt. Gleichzeitig gibt es ...
Leserbriefe | 30.05.2026 - 05:00
Staatsräson darf kein Schweigen bedeuten
Gerhard Härer, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Rechte Regierung schürt rechte Gewalt“ vom 22. Mai.
Vielen Dank für diesen Beitrag! Vorab: Die immer wieder aufgeführte „Staatsräson“ verstehe ich so, dass der Staat Israel mit seinen mehrheitlichen ...