Fritz Doster, Frickenhausen. Der Gleiskörper des Kopfbahnhofs bis zum Tunnel nach Bad Cannstatt steht wie der Bahnhof selbst auf Eichenholzpfählen, mit dem Unterschied, dass beim Morschwerden der Holzpfähle ein Absacken der Gleise in Zukunft viel eher passieren kann als beim querausgesteiften Bahnhofsgebäude. Das heißt, eine Sanierung der Gleise an der Oberfläche sollte auch an der unterirdischen Pfahlgründung erfolgen, um einem späteren Absacken vorzubeugen. Somit wäre vom Baulichen her gesehen ein Neubau des Bahnhofs S 21 aus Kostengründen der Oberflächensanierung des alten Sackbahnhofs K 21 vorzuziehen.
Der entscheidende Unterschied ist zudem, bei K 21 besteht durch die Punktlagerung auf Holzpfählen Absenkungsgefahr mit damit verbundenen hohen Folgekosten, während der neue Bahnhof S 21 durch die flächige Lagerung mit zusätzlichem Grundwasserauftrieb nachhaltig und zukunftssicher geplant und gebaut wird. Übrigens, die Baukosten für S 21 sind allesamt Kostenvoranschläge, keine fixen Kosten und basieren lediglich auf Vergleichsannahmen. Deshalb ist es blödsinnig, sich vorab über eine genaue Kostenhöhe bis aufs Messer zu streiten. In Wirklichkeit schaden die Gegner von S 21 dem Land und seinen Bürgern, weil sie eine Sachinvestition im Land verhindern wollen mit der Folge, dass das hauptsächlich von der Bahn bereitgestellte Geld nicht in Baden-Württemberg, sondern in anderen (bedürftigen) Bundesländern ausgegeben wird.
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