Gunnar Merkert, Großbettlingen. Zum Artikel „Der lange Abschied vom Opernhaus“ vom 19. September.
Was sich in Stuttgart mit der Oper abspielt, ist mehr als nur ein Trauerspiel. Seit 15 bis 20 Jahren wird diskutiert und nichts passiert. Wie schon so oft in Deutschland, und mit jedem Monat wird es teurer. Die Oper ist wichtig für Stuttgart. Irgendwann kommt es so weit wie in Augsburg, als das Theater 2016 kurzfristig aus brandschutztechnischen Gründen geschlossen wurde und erst 2030 wieder geöffnet wird. Das bringt die Kultur immer mehr in Verruf.
Viele Außenstehende sehen es nicht ein, dass Kultur staatlich gefördert wird, und fordern eine Einstellung der Unterstützung. Eine Studie aus Leipzig aus dem Jahr 2014 hat dargelegt, dass jeder Euro, der in die Kultur gesteckt wird, mit einem Faktor von bis zu 2,04 zurückkommt. Man muss immer sehen, wie viele außenstehende Betriebe daran hängen. Restaurants, Hotels, Taxi- und Busunternehmen und mehr.
Die Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland erwirtschaftete im Jahr 2023 eine Bruttowertschöpfung von 123,2 Milliarden Euro, was einem Anteil von 3,3 Prozent am deutschen Bruttoinlandsprodukt entspricht. Es wird endlich Zeit, dass etwas getan und nicht weiter diskutiert wird. Überall die gleichen Probleme. Die Kulturstätten verfallen und man diskutiert weiter. Köln ist das beste Beispiel. Mannheim, Augsburg, Karlsruhe, Alte Oper Frankfurt, Düsseldorf und mehr. Die Kultur und ihre Spielstätten müssen hierzulande erhalten werden. Man muss endlich etwas tun und nicht immer nur diskutieren.
Leserbriefe | 30.09.2026 - 05:00
Die AfD an ihren Inhalten messen
Maike Pfuderer, Stuttgart. Zum Leserbrief „Mit der AfD auseinandersetzen“ vom 18. September.
Herr Kohn fordert, man müsse sich endlich inhaltlich mit der AfD auseinandersetzen. Einverstanden. Beginnen wir bei ihrem Programm: Die AfD will die ...
Leserbriefe | 30.09.2026 - 05:00
Die Grenzen der künstlichen Intelligenz
Helmut Hartmann, Nürtingen.
Der Begriff „künstliche Intelligenz“ wird in den Medien zunehmend auch als Gefahr erkannt und benannt. Langsam, so scheint mir, wird man wach. Doch gleichzeitig stellt sich die Frage, ob dieses Bewusstsein ausreicht. Bei ...