Dr. Hans-Wolfgang Wetzel, Nürtingen. Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung konnte man zum Tagesordnungspunkt „Bebauung der Nanz-Wiese“ eine durchaus interessante, lebhafte Diskussion verfolgen. Nach der Abstimmung war ich jedoch frustriert, dass so viele stichhaltige Argumente gegen ein Wohnen unter der Hochspannungsleitung bei der Mehrheit, insbesondere bei der CDU-/Quast-Fraktion, unter den Tisch gekehrt wurden. Eigentlich hätte man der Verwaltung ja einen Deal vorschlagen können: die Nanz-Wiese wird bebaut, dafür kommt aber die Stromleitung weg. Das hätte überdies den Vorteil gehabt, dass die Stadt Grünflächen in der Braike, die unter der Hochspannungsleitung liegen, ebenfalls würde bebauen können. Dieser Vorschlag war seinerzeit, als es um eine Verlegung der Stromtrasse ging, von der „Bürgerinitiative gegen die Hochspannungsleitung“ gemacht worden. Auch eine andere Idee, die der damalige Technische Beigeordnete Hajek ins Gespräch gebracht hatte, wurde bislang nicht wieder aufgegriffen. Sein Plan war, auf dem obersten Deck des Parkhauses Stadtmitte Containerwohnungen für Studenten zu schaffen – warum nicht auch für Flüchtlinge?
Und mich stört schon lange, dass riesige Flächen für Parkplätze mit Beschlag belegt und damit dem Wohnungsbau entzogen werden. Tagsüber stehen sie voller Autos, nachts sind sie leer. Wenn nun schon der Beschluss gefasst worden ist, Container auf die Nanz-Wiese zu stellen: dann aber bitte keine üblichen Blechkisten. Die würden nicht nur das Ensemble um das Stephanushaus verschandeln, sondern auch eine negative psychologische Wirkung haben. Es gibt auch andere Lösungen. Eine Firma Bauer aus Neukirch/Bodensee zum Beispiel bietet Module aus Holz an, die je nach Bedarf zusammengefügt werden. „Etwas teurer als Container, dafür spart man aber bei den Heizkosten“, schrieb die „Süddeutsche Zeitung“ am 2. Oktober 2015. Sie sehen wesentlich besser aus als Blechkisten, sind menschenwürdiger und entsprechen ökologischen Standards. Näheres unter www.variahome.de.
Leserbriefe | 09.01.2026 - 05:00
Bücherei nicht aufgeben
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Das Aus für die Bücherei kann nur von Personen im Gemeinderat befürwortet werden, die entweder nur aufs Geld schauen oder noch nie in ...
Leserbriefe | 09.01.2026 - 05:00
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Die alljährlichen Ereignisse rund um die Silvesternacht sind erschreckend. Es gibt eine Petition zum Verbot privater Böllerei, welcher jeder beitreten kann, und die bereits mehr als drei Millionen Unterstützer hat. In den ...