Leserbriefe

Bewusst für Grundrechte eintreten

Hartmut Gerhardt, Wolfschlugen. Zum Artikel „Hochschulen bereiten sich auf die AfD vor“ vom 26. August.

Das Wahlprogramm der AfD für Sachsen-Anhalt drückt klar aus, was dieses Bundesland durch diese Partei zu erwarten hat. Die Ankündigungen des Spitzenkandidaten der Partei, Ulrich Siegmund, sind ebenfalls deutlich genug, um zu wissen, wohin es mit Sachsen-Anhalt mit der AfD gehen würde. Hier ein paar Beispiele: Siegmund wünscht sich ein Deutschland der Neunziger Jahre, in dem die Arbeitslosenquote in seinem Bundesland mehr als doppelt so hoch war, als heute. Seine Ankündigungen für die Wirtschaft sind laut Wirtschaftsforschungsinstituten nicht finanzierbar. Die Folgen für Wissenschaftler und Hochschulen schildert Axel Habermehl in seinem Artikel sehr überzeugend. Es blieb und bleibt ausreichend Zeit, sich vor der Wahl zu informieren, welche Regierung man haben möchte, und dann entsprechend zu wählen. Gleiches gilt heute und in Zukunft für jede Wählerin und jeden Wähler in Baden-Württemberg. Denn hier legte die AfD von 9,7 Prozent im Jahr 2021 auf 18,7 Prozent bei der letzten Wahl zu. Der Erhalt unserer freiheitlichen Demokratie ist kein Selbstläufer. Er bedarf unter anderem von uns allen eines bewussten Eintretens im alltäglichen Leben für unsere Grundrechte, so wie sie im Grundgesetz verankert sind. Dazu gehört zum Beispiel auch die Freiheit von Wissenschaft, Forschung und Lehre. Die AfD würde dieses Grundrecht stark einschränken oder gar aufheben.

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