Helmut Weber, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Israel:EU-Kommission schlägt schärfere Sanktionen vor“ vom 18. September.
Es ist an der Zeit, dass Medien und Politik die zutreffende Wortwahl für Gegner von Juden oder Israel finden. Die heutige Definition einer westlichen Israel-Ablehnung ist kein Antisemitismus. Die Ablehnung gilt nicht Konfessionsträgern, sondern Israelis, ihrer politischen Haltung, insbesondere ihrer strafwürdigen Regierung, die vor den Augen einer tatenlosen Weltöffentlichkeit zwecks Landnahme – im Konsens mit einer Vorteile teilenden US-Regierung – die Lebensgrundlagen eines anderen Volkes sowie das Leben dessen Bürger auslöscht.
Wenn deutsche Staatsvertreter diese von Israel-populistischen Opferbetreibern entstellte Vokabel „Antisemitismus“ als gegenwartsfeindliche Israel-Haltung aufnehmen und ihren Widerstand dazu erklären, erklären sie nichts. Denn sie wenden sich sinngemäß an eine posthume Adresse, an einen deutschen Staat, der den politischen Judenhass propagierte und seine Bürger verhetzte, um zielgerichtet, politisch und wirtschaftlich begründet, Mitmenschen zu morden.
Ein deutscher Bürger unserer Zeit hat keinen Grund und ist – dank Demokratieeinfluss – nicht dumm genug, einem Juden feindlich zu begegnen. Ausnahmen begründen keine Habachtstellung, wohl aber die Hinterfragung, ob nicht doch fälschlicherweise der Israeli im Juden angefeindet wird und damit nur ein anderes Verständnis für ein Verhalten provoziert wird.
Wie auch immer: Die wahllose Begriffsbedienung „Antisemitismus“ ist eines halbwegs gebildeten Bürgers unwürdig und zeigt ein falsches Tatsachenverständnis, das politische Konsequenzen hat.
Leserbriefe | 13.03.2026 - 05:00
Rückhalt für Entscheidungsträger
Franziska Reuß, Nürtingen.
Mit Verwunderung stelle ich immer wieder fest, dass die Kritik am Projekt Stadtbalkon nach über drei Jahren nicht abebbt. Die Möglichkeit, politische Entscheidungen zu kritisieren, ist glücklicherweise Grundpfeiler unserer ...
Leserbriefe | 13.03.2026 - 05:00
Keine sinnvolle Forderung
Eberhard Schmid, Aichtal-Grötzingen. Zum Zitat des Tages von Jan van Aken vom 5. März.
Die Linke kann solche Forderungen stellen, weil sie hoffentlich nie in Regierungsverantwortung kommt. Leider gibt es immer ein paar Leute, die glauben, wenn die ...