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Sofortiger Abschied: Martin Geister tritt bei der SG Höllbach zurück

Fußball-Kreisliga A, Staffel 2: Die SG geht mit einer internen Lösung in die nächsten beiden Spiele.

Martin Geister ist mit sofortiger Wirkung nicht mehr Trainer des A-Kreisligisten SG Höllbach. Foto: Julian Kaiser

Martin Geister ist nicht mehr Trainer des A-Kreisligisten SG Höllbach. „Er hat uns am Dienstag darüber informiert“, bestätigt Stefan Welsch, Vorsitzender von Germania Schlaitdorf. Dass sich die Wege im Sommer trennen werden, war bereits seit Anfang Februar klar. Geister heuert zur neuen Saison als Co-Trainer beim Verbandsligisten TSV Oberensingen an. Vor rund eineinhalb Monaten hatten Trainer und Verein aber noch betont, die Zusammenarbeit bis dahin fortzusetzen, das Ziel Klassenerhalt gemeinsam erreichen zu wollen.

Nun ist Geister zu dem Schritt gekommen, das Amt mit sofortiger Wirkung niederzulegen. „Uns haben seit Sommer 2025 viele Spieler verlassen. Das ist irgendwann nicht mehr aufzufangen“, erklärt Geister selbst. „Ich hätte es auch beendet, wenn wir zwischen Platz sieben und neun gestanden hätten“, unterstreicht der Linienchef, dass seine Entscheidung nichts mit der prekären sportlichen Situation zu tun hat. Aktuell steht Höllbach auf Abstiegsplatz 14.

Kein Vorwurf an Vereinsführung

Spieler hätten aufgehört, andere Interessen verfolgt oder seien verletzungsbedingt kürzergetreten. „Ich habe das, was den Kader betrifft, seit Sommer immer wieder bemängelt“, betont Geister. Der Vereinsführung macht der scheidende Trainer aber keinen Vorwurf. „Sie haben alles gegeben, wir haben alles versucht, neue Spieler zu begeistern.“

Letztlich offenbar aber ohne Erfolg. Mit 13 Spielern sei man so in die Rückrunde gestartet, dazu kamen noch verletzte Akteure. „Das wird dann extrem eng und frustriert einen auch. Man kann keine Ausfälle mehr verschmerzen“, so Geister. „Ich bin nicht enttäuscht von den Spielern, die noch da sind. Denen mache ich überhaupt keinen Vorwurf“, erklärt der Trainer. Das habe er auch der Mannschaft sowie dem Verein so kommuniziert.

Interne Lösung geplant

Generell sei die Entscheidung, vorzeitig bei der SG aufzuhören, ein schleichender Prozess gewesen. „Ich habe keine Besserung gesehen. Ich habe hier alles reingesteckt, was ich hatte. Aber jetzt war es genug“, so Geister, der dennoch ausdrücklich hofft, dass die SG den Klassenerhalt in der Kreisliga A schafft. Für dieses Unterfangen übernimmt nun vorerst der bisherige Co-Trainer Dennis Fritz an der Seitenlinie, wird von Spielern aus dem Mannschaftsrat unterstützt. „Wir werden gemeinsam schauen, ob wir bis zum Sommer so weitermachen“, betont Welsch. Nach den Spielen am Sonntag gegen den TV Neidlingen sowie am kommenden Donnerstag bei Spitzenreiter VfB Neuffen wolle man sich noch mal zusammensetzen.

Aufgrund der Tatsache, dass mit Max Schraitle bereits ein Trainer ab Sommer feststeht und es schwierig sein dürfte, einen Coach zu finden, der nur für wenige Wochen übernimmt, sei eine interne Lösung definitiv der Plan, so der Vorsitzende. „Wir konzentrieren uns auf unsere Situation und den Abstiegskampf, den wir annehmen möchten und werden“, unterstreicht Welsch. Die nötigen Punkte für den Klassenerhalt muss die SG nun ohne Martin Geister an der Seitenlinie einfahren.

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