Nürtingen
So ging die Vesperkirche 2024 zu Ende
Bei der 17. Auflage der Nürtinger Vesperkirche stand das Motto „Gemeinsam an einem Tisch“ wieder im Vordergrund. Rekordbesuch am Abschlusstag.
NÜRTINGEN. 22 Tage Vesperkirche in den Räumen des Martin-Luther-Hofs, in denen über 5000 Mittagessen von den 1000 Ehrenamtlichen ausgegeben wurden, endeten am Sonntag mit einem feierlichen Abschlussgottesdienst. „Es herrscht nochmals volles Haus. Mit den 370 georderten Mittagessen ist heute unser diesjähriger Rekordtag“, freute sich die Hauptverantwortliche der Vesperkirche, Diakonin Evi Handke, über den großen Besucherzuspruch.
Der letzte Tag der Vesperkirche 2024 begann mit einem Abschlussgottesdienst, den der Posaunenchor der evangelischen Gesamtkirchengemeinde, unter der Leitung von Jürgen Mangold, musikalisch sehr schön und feierlich umrahmte. Diakoniebezirkspfarrerin Annegret Bogner und Ulrike Kudlich, Vorsitzende des Kirchengemeinderates, gestalteten gemeinsam den Abschlussgottesdienst. „Gemeinsam an einem Tisch lautete auch dieses Jahr wieder das Motto der Vesperkirche“, konstatierte Pfarrerin Bogner. Sie hat beobachtet, dass Fröhlichkeit, Geborgenheit, Weinen, Lachen und gegenseitige Wertschätzung wichtige Attribute der Vesperkirche sind, und es für die Menschen bedeutsam zu wissen ist, dass sie hier herkommen können.
Die freundlichen Ehrenamtlichen machen den Unterschied
Ulrike Kudlich lobte den Elan und die Freundlichkeit der vielen Ehrenamtlichen. Jetzt gelte es, die Wärme und die Vielfalt der Personen in der Vesperkirche in den Alltag mitzunehmen.
Schon kurz nach elf Uhr bildeten sich bereits lange Schlangen an der Kasse, und die 160 Plätze waren schnell besetzt. Die 50 Ehrenamtlichen hatten alles gut vorbereitet, als um 11.30 Uhr der Gong ertönte, und die Essensausgabe begann. Zum Vesperkirchenabschluss gab es Sauerbraten mit Spätzle und Blaukraut, alternativ als vegetarisches Gericht Kässpätzle mit Salat. Dazu die obligatorische Suppe, ein Dessert und ein Tischgetränk. Anschließend noch Kaffee und Kuchen.
Einer der Stammgäste, die 2024 fast durchgängig das 22-tägige Essensangebot der Nürtinger Vesperkirche genutzt hat, ist die Nürtingerin Daniela Maier. „Hier trifft man Bekannte, die man sonst wenig sieht, und kann sich mit jedem unterhalten“, schätzt sie seit Jahren an der Nürtinger Vesperkirche. „Das Personal bietet einen großartigen Service, und die Küche ein gutes Essen.“ Daniela Maier freut sich bereits jetzt auf die Vesperkirche 2025.
Hoffen auf die Spendenbereitschaft von Firmen und Privatleuten
Nur 1,50 Euro kostete in diesem Jahr ein Essen, für das die Kirche rund 9 Euro Auslagen hat. „Die Leute geben oft mehr, sodass wir im Durchschnitt 2,50 Euro pro Essen einnehmen“, rechnet Vesperkirchenmacherin Evi Handke hoch. Damit sind aber nur knapp 30 Prozent der Kosten finanziert. „Der Rest wird aus Spenden bestritten.“ Handke hofft auch für die Zukunft auf die anhaltende Spendenbereitschaft von Firmen und Privatleuten.
In den 22 Tagen Vesperkirche 2024 haben täglich zwischen 40 und 50 freiwillige Mitarbeiter, die auch aus Schulklassen, Konfirmandengruppen und Auszubildenden bestanden, täglich zwischen 200 und 370 Essen ausgegeben. „Es hat sich bewährt, dass der Beginn auf 11.30 Uhr vorverlegt wurde. Dadurch hat sich das Warten auf einen der 160 Plätze etwas entspannt“, lautete das Fazit der Diakonin.
Ein wichtiger Bestandteil der Vesperkirche ist auch das große Kuchenangebot. Täglich werden von den benachbarten Kirchengemeinden durchschnittlich 30 Kuchen geliefert. „Kaffee und Kuchen ist für viele Besucher der Höhepunkt“, hat Handke in ihrem vierten Jahr als Vesperkirchenleiterin ausgemacht.
Gut frequentiert waren auch wieder die Zusatzangebote Haareschneiden, Fußpflege, Digital- und Haustierberatung. Auch 2025 sollen in der Vesperkirche, unter dem bewährten Motto „Gemeinsam an einem Tisch“, das Klappern von Geschirr und Besteck und fröhliche Unterhaltungen der Menschen wieder für eine Abwechslung des Alltags sorgen.