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Spatenstich für neues Oberboihinger Baugebiet

Mit dem Spatenstich am Freitagnachmittag endete die Planungsphase für das Wohngebiet oberhalb der Neuffenstraße. Diese wird gleich mit saniert. In mehreren Bauabschnitten geplant, werden die Arbeiten bis Ende des Jahres dauern.

Bereit zum Spatenstich: Fabian Berghold und Gerhard Schwenk, beide vom Unterensinger Bauunternehmen Schwenk, Jürgen Kreidler vom Reuderner Ingenieurbüro Kreidler, Ortsbaumeister Günter Baisch mit kleinem Praktikant, Rebecca Frey von der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung, der stellvertretende Oberboihinger Bürgermeister Heinz Vogel, Axel Rothöhler von der Ettlinger Firma RBS-Wave und Jerôme Amiguet vom Planungsbüro Baldauf Architekten. Foto: Gierlichs

OBERBOIHINGEN. „Die Geschichte mit dem Paragraf 13b habe ich mir auch ein wenig einfacher vorgestellt“, gestand der stellvertretende Bürgermeister Heinz Vogel, der zum Spatenstich für das neue Baugebiet in der Verlängerung der Neuffen-, Achalm- und Zollernstraße eingeladen hatte. Gefolgt waren dieser Einladung nicht nur die Firmen, die an der Planung des Gebiets und den nun folgenden Arbeiten beteiligt waren. Auch etliche Gemeinderäte und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung ließen sich diesen Augenblick nicht entgehen.

Die Erschließungsarbeiten, die nun beginnen, sind an eine dringend benötigte Sanierung der Neuffenstraße gekoppelt. Beides erledigt die Unterensinger Firma Schwenk. Das Projekt stand unter einem gewissen Zeitdruck, denn Paragraf 13b war nur als befristete Vorschrift ins Baugesetzbuch aufgenommen worden, um in einem beschleunigten Verfahren einen Bebauungsplan für ein in der Größe begrenztes Areal auflegen zu können. Der Satzungsbeschluss musste bis 31. Dezember 2021 gefasst sein. Dringend benötigter Wohnraum sollte so geschaffen werden. In Oberboihingen sind es 33 Grundstücke, Einfamilienhäuser und Doppelhäuser sollen hier entstehen.

Eigentümerin der Grundstücke und Erschließungsträgerin ist die LBBW Immobilien Kommunalentwicklung. Projektleiterin Rebecca Frey, die das Oberboihinger Projekt von Anfang an begleitet, resümierte die umfangreichen Vorarbeiten, die notwendig waren, bis der Bebauungsplan verabschiedet werden konnte. Angefangen beim Städtebaulichen Konzept, das das Planungsbüro Baldauf Architekten erstellt hatte, über eine Wirtschaftlichkeitsberechnung bis hin zum städtebaulichen Vertrag gab es einiges zu tun. Die LBBW hat die Grundstücke erworben und wird sie an Kaufinteressenten weiterveräußern. Für Oberboihingen bedeutet dies, dass der Haushalt nicht durch Grundstücksankäufe belastet wird. „Wir entlasten die Gemeinde jedoch auch von zeitintensiven Tätigkeiten“, sagte Frey. Sie wies auch auf Artenschutz und Ausgleichsmaßnahmen hin. Vogelnisthilfen, Fledermauskästen und in Richtung Reudern eine Totholzpyramide sind entstanden, 20 Obstbäume wurden gepflanzt.

Im Dezember soll die Erschließung des Baugebiets abgeschlossen sein und die Bebauung der Grundstücke kann im Frühjahr 2023 beginnen.

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